31.12.2021 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Silvester: Mückstein als Party-Crasher

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Allein in Wien gehen in der Silvesternacht 50 Millionen Euro an Umsatz verloren, weil nicht „normal“ gefeiert werden darf. Dieser Umsatz ist auf ewig weg, für die Betriebe, die Beschäftigten und für den Steuer-Staat. Aber ich bitte Sie, höre ich schon, wer wird denn angesichts von Corona vom schnöden Mammon reden?

Minister Mückstein ist doch eine historische Tat gelungen: Er hat Silvester einfach um zwei Stunden vorverlegt! Na, da wird das Virus aber schön schauen, wenn es um 24 Uhr über Österreich hereinfällt. Leider zu spät, heißt es dann, ätsch, falsche Türe, bei uns ist schon alles vorbei!

Als Politiker hat Minister Mückstein die Platzreife noch nicht geschafft, aber als Anti-Viren-Kammerjäger ist er in Form. Seine Anhänger schlagen bereits ein Denkmal für ihn vor: In der Innenstadt könnte man ein paar Pflastersteine entfernen und dann dort einen echten Mückstein platzieren. Damit nicht nur die weißen Turnschuhe von der Angelobung in Erinnerung bleiben.

Dem Vernehmen nach überlegt er nach dem Silvester-Termin auch Weihnachten zu verschieben: Am 24. Dezember sei alles viel zu emotional und daher gefährlich, wie wäre es daher mit einer Verlegung? Sagen wir: zum Beispiel auf den 5. Dezember, da fürchten sich alle vor dem Krampus und fallen sich nicht dauernd um den Hals.

Genial - und wen schert es schon, wenn jetzt zu Silvester ungeschützt auf der Straße oder in privaten Wohnungen umso ausgelassener gefeiert wird? Halb Europa lacht über diese Silvester-Groteske, aber nur wir müssen uns das gefallen lassen? Prosit!

Georg Wailand
Georg Wailand
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