Di, 21. August 2018

KAC verliert Finale

15.04.2011 10:10

Neo-KAC-Star Koch schießt Bullen zum Titel: "Unglaublich!"

Nicht KAC, sondern Red Bull Salzburg ist österreichischer Eishockeymeister. Ausgerechnet Heimkehrer Tommy Koch schoss Salzburg am Donnerstagabend nach 2:58 Minuten der Verlängerung mit dem 3:2 zum vierten Titel! Eigentlich traf der Bullen-Kapitän schon drei Minuten vor Schluss in Überzahl zum Sieg, das Tor wurde von den Referees aber überraschend aberkannt.

Um exakt 22.34 Uhr stemmten die "Bullen" in Klagenfurt den Meisterpokal in die Höhe. Viele Klagenfurter Kumpels hatten Tommy Koch das Siegestor schon vorhergesagt. Lange war er zwar in der Finalserie untergetaucht, ausgerechnet in der wichtigsten Phase zeigte Koch aber, dass er doch der Beste ist. Im Spiel sechs am Dienstag fiel sein erstes Finaltor, am Donnerstag stand im Finish dann nur noch er im Rampenlicht. Und schoss Salzburg zum Titel.

Koch: "Es war ein schweres Jahr für mich"
Die Salzburg-Spieler jubelten nach dem Ende wie verrückt, der Siegestorschütze stand hingegen ganz alleine am Rande – ganz nachdenklich, ganz still. "Es war ein schweres Jahr für mich, es sind so viele Sachen passiert. Ohne meine Familie und meine Schwester hätte ich das alles nie geschafft." Dann musste Tommy aber doch auch lächeln. "Dass ausgerechnet mir das Siegestor in der Verlängerung gelingt, ist unglaublich. Für mich ist ein Traum wahr geworden, ich habe viele wichtige Tore gemacht, das war das Wichtigste. Der Sieg war verdient, wir haben in der Serie am Ende mehr zulegen können."

Viveiros: "Es tut so weh"
Die KAC-Cracks dagegen waren fix und fertig. "Wir haben gut gespielt, leider unsere vielen Sitzer nicht verwertet", meinte Dieter Kalt. Coach Manny Viveiros: "Wir hätten den Titel auch verdient, es tut so weh. Wir haben elf Monate dafür gearbeitet. Ich gratuliere Salzburg - es war eine gute Serie für die Liga mit zwei guten Mannschaften. Am Ende war ein Tor der Unterschied."

Die Finalserie war an Spannung tatsächlich kaum zu überbieten. Drei Spiele hindurch wurde immer ein Tor aberkannt, zweimal traf es den KAC – am Donnerstag die Bullen. Von der Bedeutung her ist es freilich nicht zu vergleichen. Bei den Rotjacken wäre es das 2:1 und ein 3:4 gewesen – am Donnerstag hätte Tommy bereits in Minute 58 den Sieg fixiert. Koch stand zwar im Torraum, für alle Experten war das Tor aber klar zu geben – nur für das Schirigespann nicht!

Doch Koch holte dann in der 63. Minute alles nach. Anfangs hatte KAC in der Verlängerung Powerplay, zweimal drückte Siklenka ab, zweimal Scofield, doch Höneckl war nicht zu bezwingen. Kaum war die Strafe für Pewal abgelaufen, zog Andre Lakos ab – und Koch fälschte den Schuss zum Goldtor ab.

Später Ausgleich des KAC weckte Hoffnung
Dann stürmten alle Bullen nur so aufs Eis – in der Finalserie hat man KAC am Ende mit dem zweiten Auswärtssieg entzaubert. In einem Spiel, in dem die Rotjacken auf Kapitän Brandner (Gehirnerschütterung) verzichten mussten, und Tyler Scofield trotz Schulterverletzung antrat. Salzburg hatte zweimal geführt, doch Craig und Scofield glichen zweimal aus. Ausgerechnet Scofield schlug in der 56. Minute mit dem 2:2 zu. Es sollte aber dennoch nicht reichen.

Chancen hatte KAC zwar weit mehr, doch man zerschellte am schlechten Powerplay und an Bullen-Keeper Höneckl, der am Donnerstag ein vollwertiger Divis-Ersatz war. Zweimal Kalt, Spurgeon und Reichel hatten Hundertprozentige, doch immer hexte der 21-jährige Bulle. Alles in allem ging der Titel am Ende nicht - wie 2009 - an den KAC, sondern zum zweiten Mal hintereinander nach Salzburg.

von Christian Tragner und Albert Kurka, Kärntner Krone

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