Festnahme in Flugzeug
Quarantänebrecherin: „Wurden wie Hunde behandelt“
Jenes Paar, das bei seiner Flucht aus einem Quarantäne-Hotel von der niederländischen Polizei verhaftet wurde, hat sich nun zu dem Vorfall geäußert. Die festgenommene Portugiesin rechtfertigte sich gegenüber dem niederländischen Sender RTL und erklärte, sie und ihr spanischer Freund seien von der Gesundheitsbehörde und einer Sicherheitskraft falsch informiert worden. „Niemand hat uns gesagt, was die Regeln sind, wir wurden wie Hunde behandelt“, so die 28-Jährige.
Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt: Nach einer Südafrika-Reise musste das junge Paar in ein Quarantäne-Hotel, da ein Corona-Test bei der Zwischenlandung positiv ausfiel. Dort sind viele positiv getestete Reisende untergebracht, bei einigen wurde die neue Virus-Variante Omikron festgestellt. Doch das Duo verließ die Unterkunft und wurde schließlich kurz vor dem Abflug in einem Flugzeug mit dem Ziel Spanien festgenommen.
Sprecherin der Stadt: „Was sie getan haben, war nicht klug"
„Diese Leute wurden einmal gebeten, im Hotel zu bleiben, dann wurden sie ein zweites Mal dringend gebeten, jetzt sind sie isoliert. Was sie getan haben, war nicht wirklich klug“, so eine Sprecherin der Stadtverwaltung von Haarlemmermeer. Die beiden befänden sich nun „in einem Krankenhaus in den Niederlanden“.
Es ist zwar in den Niederladen nicht illegal, nach einem positiven Corona-Test nach draußen zu gehen. „Aber wenn man in ein Flugzeug steigt und weiß, dass man infiziert ist, dann ist es eine andere Geschichte“, erklärte Faber.
Selbsttests waren negativ - Paar dachte, es könne gehen
Die Portugiesin erklärte gegenüber RTL, sie seien beide kurz vor der Abreise aus Südafrika noch negativ getestet worden. Erst beim Zwischenstopp in den Niederlanden sei das Ergebnis positiv ausgefallen. Sie hätten mehrere Tage darum gebeten, erneut einen PCR-Test zu machen, da alle Selbsttests danach negativ ausgefallen waren. Ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde und eine Sicherheitskraft im Hotel hätten ihnen daraufhin erklärt, sie könnten die Unterkunft verlassen - ohne sich Probleme einzuhandeln.
Festnahme „mit viel Aufhebens und Geschrei“
„Die Behauptung, wir seien aus der Quarantäne geflohen, ist einfach nur lächerlich. Niemand hat uns gesagt, was die Regeln sind, wir wurden wie Hunde behandelt“, erklärte die junge Frau. Sie sei „mit viel Aufhebens und Geschrei wie eine Kriminelle aus dem Flugzeug geholt“ worden, kritisierte sie das Vorgehen der Beamten. Sie wisse als Mitarbeiterin in der biomedizinischen Forschung, wie wichtig es sei, „dass sich jeder in dieser Krise an die Regeln hält".
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.