Was geht auf, was bleibt zu? Das ist die große Frage. Klar scheint auch nach stundenlangen Gesprächen am Runden Tisch mit Vertretern der Bundesregierung, Gewerkschaft, Wissenschaft und Wirtschaft am Montag nur: Es wird weitergeredet! Es sickerte allerdings durch, dass noch relative Planlosigkeit herrschen soll. Schließlich sollte ja immer noch die Schallenberg-Mückstein-Zusage gelten, wonach der Lockdown am 13. Dezember vorbei sei. Aber wie es die große Mehrheit der Österreicher ahnt und wie die „Krone“ schon vor Tagen berichtet hat: Im besten Fall wird der Lockdown zwar beendet, aber von einer Reihe von Beschränkungen abgelöst. Das könnte man dann Soft-Lockdown nennen, aber dafür wird man sich gewiss einen freundlicheren Ausdruck einfallen lassen. Sicher scheint, dass vieles auch in der zweiten Dezember-Hälfte geschlossen bleibt. Gastronomie, Sport und Kultur dürfen sich im Gegensatz zum Handel wenig Hoffnung machen. Für die Hotellerie könnte es offene Fenster geben. Unterdessen wird auch über längere Weihnachtsferien nachgedacht. Und vor allem eines gehofft: Dass die nun doch recht deutlich sinkenden Infektionszahlen weiter nach unten gehen!
Milderer Verlauf? Neben den sinkenden Neu-Ansteckungszahlen in Österreich müssen wir vor allem hoffen, dass die vor wenigen Tagen aufgetauchte Omikron-Variante nicht als Brandbeschleuniger dient. Die Experten-Aussagen dazu divergieren noch einigermaßen. Für unsere heutige Ausgabe haben wir uns weltweit umgesehen. Wenn versucht, die Äußerungen der wichtigsten Experten zusammenzufassen, dann könnte man sagen: Noch weiß man wenig. Aber das Wenige könnte letztendlich sogar ein wenig Hoffnung stiften: Denn im besten Fall könnte Omikron zwar ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein - aber dafür zu milderen Krankheitsverläufen führen. Wenn das zutreffen würde und Omikron tatsächlich Delta verdrängt - dann könnte das tatsächlich ein kleiner Silberstreif am Horizont sein. Den aber noch keiner zu versprechen wagt.
Einen schönen Tag!
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