Erst vor Kurzem war in Klagenfurt ein Angehöriger des Bundesheeres wegen Wiederbetätigung verurteilt worden, Mittwoch stand hier ein Kollege vor den Geschworenen: Der Lehrer der Militärakademie fasste 14 Monate bedingt aus, weil er Nazi-Bilder verschickt hätte.
Der Akademiker ist empört. Er hätte sich nie etwas zu Schulden kommen lassen - andere Angehörige des Bundesheeres dagegen, ja, da sei die NS-Moral lockerer. „Ein Oberst verschickte solche Sachen und riet dann, das Handy neu zu formatieren, sollte einmal der Verfassungsschutz vor der Tür stehen.“ Dieser klopfte auch beim 50-Jährigen an, nachdem ein Whistleblower-Brief mit konkreten Vorwürfen gegen ihn eingegangen war.
Kurzer Prozess
„Eine Intrige“, sagt der Kärntner. Im Verdacht hatte er eine Gastlehrerin, die sich wohl „an seinem Mobiltelefon vergriffen habe“ - fast eine Spionageaffäre sei das mit Schlüsselkarten, Detektivberichten und geheimen Anschuldigungen. Die Geschworenen machten dennoch kurzen Prozess: Schuldspruch, 14 Monate bedingt, nicht rechtskräftig. Kerstin Wassermann
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