Anrainer-Proteste

Öko-Projekte geraten in Kärnten unter die Räder

Kärnten
12.04.2011 02:39
Wirbel um die Wasserkraft, Proteste gegen Heizwerke und Unterschriften gegen Windräder: Weil klare Rahmenbedingungen fehlen, entstehen bei großen Kärntner Öko-Projekten immer öfter Konflikte. Andererseits bleiben aber große Chancen zum Ausbau der erneuerbaren Energie ungenutzt. Dabei gäbe es in Kärnten großes Potenzial, glauben Experten. Sie fordern einen "Masterplan" für einen geordneten "grünen" Ausbau.

Kaum jemand möchte die Anlagen, ob Biomasse-Heizwerk oder Windrad, vor der eigenen Haustür haben. Konflikte sind also vorprogrammiert. Um den "Wildwuchs" der Anlagen zu stoppen und andererseits den Projektwerbern einen klaren Rahmen vorzugeben, wird ein Öko-Masterplan gefordert. "Es bedarf genauer Untersuchungen hinsichtlich der Eingriffsintensität, wo solche Projekte generell möglich sind", sagt dazu Albert Kreiner, oberster Wirtschaftsjurist der Landesregierung: Dabei dürfe keinesfalls über die Anrainer "drübergefahren" werden.

Der zuständige Raumordnungsreferent Uwe Scheuch sagt dazu: "Wir arbeiten intensiv an so einem Konzept. Weil sich die technischen Voraussetzungen und das öffentliche Interesse aber ändern, wird es keinen Schwarz-Weiß-Plan geben."

500 Millionen Euro und 1.000 Arbeitsplätze
Wie groß das Potenzial der grünen Projekte auch für den Wirtschaftsstandort Kärnten ist, zeigt die Entwicklungsagentur mit einer neuen Studie auf: Der Umsatz der Windkraftbranche in Kärnten könnte bis 2016 von derzeit 140 auf 500 Millionen Euro pro Jahr gesteigert werden, in fünf bis zehn Jahren könnten 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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