Der langjährige SPÖ-Nationalratsabgeordnete Otto Pendl ist am Dienstag nach kurzer Krankheit verstorben. Das teilte der Arbeiter-Samariter-Bund, dessen Vizepräsident der Niederösterreicher war, in einer Aussendung mit. Pendl wurde 70 Jahre alt.
Der vormalige Justizwachebeamte war 15 Jahre Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde Trumau. Im Nationalrat saß er von 1998 bis 2017. Pendl war unter anderem Sicherheitssprecher, Fraktionschef der Sozialdemokraten in einem der Korruptions-U-Ausschüsse im Nationalrat und Vorsitzender der Bundesheer-Kommission.
„Großer Politiker, loyaler Freund“
Im Arbeitersamariterbund zeigte man sich erschüttert. Präsident Franz Schnabl schrieb: „Otto Pendl war nicht nur ein großartiger Politiker, er war auch ein wahrer Samariter.“ SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner nannte Pendl einen engagierten Sozialdemokraten, der sich in all seinen Funktionen immer für die Interessen und Anliegen der Menschen eingesetzt habe. Die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) würdigte ihn als „aufrichtigen und loyalen Freund und Mitstreiter“.
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) schilderte Pendl als „Mensch mit Handschlagqualität“. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) betonte, viele Reformen im Sicherheitsbereich trügen seine Handschrift. Seitens der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hieß es: „Unsere politische Zusammenarbeit hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einer wahren Freundschaft entwickelt.“ Für FPÖ-Chef Herbert Kickl war Pendl „ein politisches Original mit Handschlagqualität“. Trauerbekundungen kamen auch unter anderem von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), von der Gewerkschaft öffentlicher Dienst und von den Vize-Klubchefs August Wöginger (ÖVP) und Jörg Leichtfried (SPÖ).
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