Mi, 15. August 2018

Ein-Jahres-Bilanz

06.04.2011 13:43

Tourismus-Chef Baier: 'Grenznahe Märkte sehr wichtig'

Als er vor ziemlich genau einem Jahr als Nachfolger von "Mr. 1.000 Volt" Gerhard Gucher präsentiert wurde, rümpfte so mancher argwöhnisch die Nase: Ob ausgerechnet ein gebürtiger Vorarlberger das Burgenland in Richtung drei Millionen Nächtigungen pro Jahr manövrieren können werde? Zum Ein-Jahres-Jubiläum spricht Tourismus-Boss Mario Baier mit bgld.krone.at über seine persönliche Bilanz sowie die Attraktivität grenznaher Märkte und die touristische Unsinnigkeit einer möglichen Grenzschließung.

Von Landeshauptmann Hans Niessl erhielt Baier als "Dank für die gute Zusammenarbeit" - eh klar - burgenländischen Wein. "Dein Start ist von meiner Sicht aus geglückt", streute der oberste Burgenländer dem Tourismus-Direktor des Landes Rosen.

Wird die 3-Millionen-Marke schon heuer geknackt? 
Baier selbst spricht gegenüber bgld.krone.at von einer "insgesamt sehr positiven Bilanz. Wir haben viele neue Projekte auf Schiene gebracht und sind auch bei den Nächtigungszahlen gut unterwegs." Apropos: Wann die erklärte Traum-Marke von drei Millionen Nächtigungen pro Jahr im Burgenland pulverisiert werden kann? "Ich will keine zu waghalsigen Prognosen abgeben", so "Diplomat" Baier, der aber mit schelmischem Grinsen hinzufügt: "Schön wäre es, wenn wir die drei Millionen Nächtigungen schon heuer erreichen könnten. Wir müssen aber bedenken, dass heuer St. Margarethen als Großveranstaltung ausfällt und uns daher viele Nächtigungen entgehen (auf der großen Bühne in St. Margarethen werden heuer die Passionsspiele anstatt der Opernfestspiele aufgeführt, Anm.). Das macht das Unterfangen schwieriger. Aber es könnte gelingen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so gut bleiben und auch der Inlandsgast weiterhin so stark innerhalb Österreichs reist."

Internationalisierung soll weiter vorangetrieben werden
Dennoch bleibt ein Steckenpferd von Baier die Internationalisierung des Tourismuslandes Burgenland. Dabei kanzelt er die oft andiskutierte Schließung der Grenzen aus Sicherheitsgründen als touristischen Nonsens ab. "Es wäre ganz und gar nicht in meinem Sinne, sollten die Grenzen dicht gemacht werden. Die grenznahen Märkte sind enorm wichtig für uns. Bei ungarischen Gästen haben wir etwa massiv zugelegt. Auch die Italiener und die Schweizer stehen auf das Burgenland." Aber auch Tschechien, die Slowakei und Großbritannien werden intensiv bearbeitet. Schließlich "liegt in diesen Märkten sehr viel Potenzial."

Und das gilt es zu nutzen, freut sich Baier doch "auf noch sehr viele spannende Jahre im Burgenland".

von Michael Fally

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Burgenland

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.