Waldbrand auf der Rax

„Auf Einsatz wie diesen nie ganz vorbereitet“

Wien
07.11.2021 19:00

Lukas Schauer (38) und seine Kameraden aus Wien kämpften bis einschließlich Samstag gegen das Flammenmeer an der Rax in Niederösterreich.

Nachdem nach fast zwei Wochen nun endlich „Brand aus“ bei der Rax in Niederösterreich gegeben werden konnte, können auch die Feuerwehrleute aus Wien erleichtert durchatmen. Denn sie standen, seit die Kollegen aus Niederösterreich am 29. Oktober Unterstützung aus der Bundeshauptstadt angefordert hatten, unermüdlich und rund um die Uhr bis einschließlich Samstag im Einsatz, um ein Ausbreiten des Flammenmeeres zu verhindern und die Feuersbrunst zu ersticken.

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Ein Einsatz in der Dimension ist aber ganz was anderes, darauf ist man nie ganz vorbereitet.

Lukas Schauer

Ein Training vor zwei Jahren simulierte den Ernstfall
Einer von ihnen ist Lukas Schauer. Dem 38-jährigen gebürtigen Niederösterreicher lag es naturgemäß besonders am Herzen, in seinem Heimatbundesland auszuhelfen. Seit 2005 versieht der Floriani bereits Dienst bei der Wiener Berufsfeuerwehr, schlug 2013 die Offizierslaufbahn ein. Mit einem derartig großen Waldbrand habe er es bisher nicht zu tun gehabt, verrät er der „Krone“ im Gespräch. Doch ein Training vor zwei Jahren simulierte immerhin den Ernstfall. „Einsätze in Bergen stellen immer eine besondere Herausforderung dar. Ein Einsatz in der Dimension ist aber ganz was anderes, darauf ist man nie ganz vorbereitet“ so Schauer.

Neben Höhenrettern, die ihre Feuerwehrkollegen in den steilen Hängen vor gefährlichen Abstürzen sicherten, rückten auch Männer und Frauen als Flughelfer für den Flugdienst aus. Sie unterstützten die Betankung der Löschflugzeuge und die Einweisung auf Landeplätzen. Weitere Kollegen kümmerten sich darum, glimmende Glutnester zu beobachten und Leitungen vorzubereiten. Zehn Fahrzeuge, darunter zwei Großtanklöschfahrzeuge aus Wien, die jeweils rund 10.000 Liter Wasser fassen, wurden in das Nachbarbundesland entsandt.

Steile Hänge, enorme Hitze
Trotz der Lebensgefahr durch Steilhänge und die enorme Hitze beim größten je in Österreich registrierten Waldbrand fühlten sich Schauer und seine Truppe nie unsicher, wie der Feuerwehroffizier betont. „Man muss einen solchen Brand dennoch immer im Auge behalten und vorsichtig sein“, so Schauer. Die Niederösterreicher zu unterstützen, sei jedenfalls für alle selbstverständlich gewesen. Einen großen Dank dafür!

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