Großeinsatz vor Ende

Nach fast zwei Wochen: „Brand aus“ bei der Rax

Fast zwei Wochen lang hat der Waldbrand bei Hirschwang in Niederösterreich eine Vielzahl an Einsatzkräften - fast 9000 - in Atem gehalten. Samstagmittag dann die gute Nachricht: Es konnte vorläufig „Brand aus“ gegeben werden.

Am Montag der Vorwoche war der Brand in Hirschwang ausgebrochen und hatte sich binnen kürzester Zeit enorm ausgebreitet. Tag für Tag kämpften Hunderte Einsatzkräfte gegen die Flammen, errichteten mit Großtanklöschfahrzeugen und Wasserwerfern eine Barriere, um die Flammen an einem Übergreifen auf die Rax zu hindern. Dies sollte von Erfolg gekrönt sein, dennoch sorgten nicht zuletzt der Wind und die anhaltende Trockenheit dafür, dass immer wieder Glutnester aufflammten und so die Situation vor Ort verschärften.

Fast 9000 Einsatzkräfte, davon über 7750 Feuerwehrleute
Insgesamt standen fast 9000 Einsatzkräfte, unter ihnen mehr als 7750 Feuerwehrleute, im Brandeinsatz, bilanzierten Samstagmittag Niederösterreichs Landeshauptmannstellverteter Stephan Pernkopf (ÖVP), Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und Einsatzleiter Josef Huber bei einer Pressekonferenz. Auch aus dem Ausland kam Unterstützung bei der Brandbekämpfung.

14 Verletzte, 24 Corona-Fälle
In Summe leisteten die Helfer der Feuerwehren 186.072 Einsatzstunden, so Franz Resperger vom Landeskommando. 1355 Fahrzeuge waren insgesamt vor Ort. In den 13 Tagen der Brandbekämpfung gab es 14 Verletzte zu beklagen - glücklicherweise mussten jedoch keinen schweren Verletzungen gemeldet werden. Allerdings stieg bis Samstag die Zahl der Corona-Fälle unter den Helfern - mittlerweile sind 24 Fälle bekannt.

„Anstrengende und höchst fordernde Tage“
„Sie alle sind die Helden von Hirschwang“, sagte Pernkopf. „Wir haben gesehen: Die Kräfte der Natur sind stark, aber auch die Kräfte der Einsatzkräfte sind unglaublich stark.“ Fahrafellner ortete „höchst außergewöhnliche Leistungen“ der Helfer, Huber aber auch „anstrengende und höchst fordernde Tage für alle, die an diesem Einsatz beteiligt waren“.

Nach wie vor laufen die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache. Von einer „fremden Zündquelle“ wird nach wie vor ausgegangen, ein Lagerfeuer könnte eine Rolle gespielt haben. 

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