29.10.2021 07:03 |

Am Villacher Stadtrand

Riesige Photovoltaik-Anlage auf alter Mülldeponie

Schon nächstes Jahr sollen bei der einstigen Mülldeponie in Müllnern bei Villach die Baumaschinen anrollen. Geplant ist Kärntens größte Photovoltaik-Anlage. Damit sollen bis zu 1300 Haushalte mit nachhaltiger Energie versorgt werden. Finanzieren soll sich das Millionen Euro schwere Projekt schlussendlich von selbst.

Bereits im Jahr 2000 wurde die Mülldeponie am Stadtrand von Villach geschlossen. Da jetzt der Verrottungsprozess der knapp 900.000 Kubikmeter Hausmüll fast abgeschlossen ist, muss die Deponie dauerhaft verschlossen werden. Üblicherweise geschieht das mit einer Kunststofffolie – für dieses Gelände werden etwa 50.000 Quadratmeter davon benötigt.

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In den kommenden Wochen werden wir uns um einen strategischen Partner für das Projekt kümmern.

Horst Niederbichler, Chef des AWV

Innovative Methode
Doch der Abfallwirtschaftsverband Villach setzt auf eine innovativere Methode: Über der Mülldeponie soll Kärntens größte Photovoltaik-Anlage entstehen. „Es ist ein einzigartiges Projekt in Österreich“, erklärt Horst Niederbichler, der Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsverbandes.

Strom für 1.300 Haushalte
Mit einem riesigen Carport soll die Deponie überdacht werden und auf der Überdachung sollen 25.000 Quadratmeter Photovoltaik-Paneele Platz finden. Damit könnten bis zu 1300 Haushalte mit Strom versorgt werden.

2022 Baubeginn
„Die ersten Genehmigungen des Landes sind bereits da“, zeigt sich der Villacher Bürgermeister Günther Albel erfreut. Somit könnte im Idealfall schon heuer mit der ersten Ausschreibung für das Projekt begonnen werden. Ende 2022 soll dann das mehrere Millionen Euro teure Projekt realisiert werden. Mit dem dann verkauften Strom wollen die Betreiber die Mega-Photovoltaik-Anlage wieder refinanzieren.

Marcel Tratnik
Marcel Tratnik
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