27.10.2021 05:29 |

Nun Mutter im Visier

Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Vater

Unvorstellbares Leid mussten zwei Mädchen aus dem Burgenland erdulden. Immer wieder soll der eigene Vater die Kinder körperlich und psychisch schwer misshandelt haben. So sagte es eines der Opfer bei der Polizei aus. Doch vor Gericht kam es dann zu einer überraschenden Wende ...

Über Jahre hinweg soll der Vater die Kinder beschimpft und körperlich misshandelt haben. So jedenfalls erzählte es eines der Opfer bei der Polizei in Deutschland, wohin die Mutter nach der Trennung von dem Mann (er hatte die Scheidung eingereicht) mit den (mittlerweile) Teenagern gezogen war. Deshalb musste sich der Vater – ein bisher völlig unbescholtener ruhiger Mann – vor dem Landesgericht Eisenstadt verantworten.

Der Verteidiger des Angeklagten hatte unter anderem die ehemalige beste Freundin seiner Ex-Frau sowie deren Mutter geladen. Und was die Zeuginnen zu berichten hatten, warf plötzlich ein ganz anderes Licht auf die Sache.

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Einmal hatte ich wirklich Angst, dass sie ihre Tochter umbringt.

Die frühere beste Freundin der Mutter

Hat Mutter Kinder bedroht?
Demnach habe nämlich nicht der Vater, sondern die Mutter die Kinder regelmäßig misshandelt und einmal sogar mit einem Messer bedroht. Ein Fall ist beim Jugendamt aktenkundig, nachdem die Polizei einschreiten musste. Der Vater dagegen sei stets der „Ruhepol“ gewesen, wie alle Zeugen übereinstimmend aussagten. „Einmal hatte ich wirklich Angst, dass sie ihre Tochter umbringt“, so die frühere beste Freundin der Mutter im Zeugenstand.

Ebenso übereinstimmend die Aussagen, dass die Mutter hochgradig manipulativ sei und die Tochter mutmaßlich zu den Anschuldigungen gegen den Vater gedrängt habe.

Verhandlung vertagt
Die Frau selbst hätte vor Gericht ebenfalls aussagen sollen, hatte jedoch einen Tag vorher mitgeteilt, aus „psychischen Gründen“ nicht kommen zu können. Eigentlich wollte die Richterin angesichts der klaren Sachlage bereits am Verhandlungstag eine Entscheidung treffen. Doch weil der Staatsanwalt auf ein psychologisches Gutachten der Kinder bestand, musste der Prozess auf unbestimmte Zeit vertragt werden.

 Burgenland-Krone
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