20.10.2021 09:35 |

Söldnertruppe geplant

Terrorverdacht: Ex-Bundeswehrsoldaten verhaftet

Zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten sind wegen des Verdachts der Gründung einer terroristischen Vereinigung festgenommen worden. Den beiden Männern wird vorgeworfen, eine 100 bis 150 Mann starke Söldnertruppe unter ihrem Kommando geplant und sich der saudischen Regierung im Kampf gegen die schiitischen Houthi-Rebellen im Jemen angeboten zu haben.

„Primäre Triebfeder zu diesem Vorhaben war bei den beiden Beschuldigten die Aussicht auf einen angestrebten monatlichen Söldnerlohn von rund 40.000 Euro für jedes Mitglied der Einheit“, hieß es in einer Mitteilung der deutschen Bundesanwaltschaft. Die Männer hofften demnach darauf, dass „Dritte, vorzugsweise Saudi-Arabien“, für die Finanzierung sorgen würden. Einer von ihnen habe „hartnäckig“ versucht, mit der saudi-arabischen Regierung Kontakt aufzunehmen, jedoch ohne Erfolg.

Beschuldigte wollten Jemen „befrieden“
Die beschuldigten Männer hätten vorgehabt, mit ihrer paramilitärischen Truppe das Bürgerkriegsgebiet zu „befrieden“ und Friedensverhandlungen zwischen den Houthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung zu erzwingen, so die Ermittlungsbehörde. Den beiden sei bewusst gewesen, dass dabei auch „Tötungshandlungen“ ausgeführt werden müssten. „Zudem rechneten sie damit, dass im Zusammenhang mit Kampfhandlungen auch Zivilisten getötet und verletzt werden würden.“

Aber auch in anderen Konfliktgebieten wollten die beiden Beschuldigten laut den Ermittlern ihre Dienste anbieten. Einer der beiden Verhafteten sei für die Anwerbung und Rekrutierung der Söldner zuständig gewesen. Er habe dazu bereits mit mindestens sieben Menschen Kontakt aufgenommen. Die Söldnertruppe sollte den Ermittlern zufolge vor allem aus ehemaligen Angehörigen der Bundeswehr oder früheren Polizisten bestehen.

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