Geschäft mit Liebe

Wilder Prozess um Villacher Bordell nimmt kein Ende

Kärnten
29.03.2011 00:33
Ein pikanter Rechtsstreit um die Gewinne eines Villacher Bordells hält seit sieben Jahren die Justiz in Kärnten auf Trab. Nach dem Tod des Nachtklub-Chefs profitierten bis 2004 sowohl dessen Witwe als auch der Betreiber des Etablissements. Seither geht die Wiener Witwe jedoch leer aus – und hat deshalb geklagt.

Damit begann die "unendliche Geschichte", wie es der Anwalt der Witwe, Johann Gelbmann, nennt: Der Streit ums Geld ist seit mittlerweile sieben Jahren gerichtsanhängig. Seither gab es etliche Zivilverfahren, jetzt stand der Ex-Mann einer früheren Betreiberin vor Gericht.

Er habe, so die Staatsanwaltschaft, den übrigen Gesellschaftern (der Witwe des Chefs) des Rotlicht-Betriebs die Gewinnbeteiligung vorenthalten. "Teilweise gab es schon Urteile in dieser Sache, teilweise Zahlungsbefehle", bestätigt Gerichtssprecher Martin Reiter.

Nach der Scheidung war bei der Betreiberin jedoch nichts mehr zu holen – dann wurde ihr Ex-Mann, der den Betrieb weiterführt, wegen Untreue angeklagt. Der Strafrahmen beträgt sechs Monate bis fünf Jahre.

Der Prozess ist am Montag geplatzt, weil die Ex-Frau des Betreibers, eine wichtige Zeugin, nicht erschienen war. Im Streit um die Gewinne des Nachtlokals ist somit weiter kein Ende absehbar.

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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