In einem Festzelt im weststeirischen Deutschlandsberg erfolgte am Montagvormittag der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten am 20 Kilometer langen Hauptabschnitt des Koralmtunnels (KAT2).
Das Herzstück der 130 Kilometer langen Koralmbahn ist der 32,9 Kilometer lange Koralmtunnel (KAT). Er ist in drei Baulose unterteilt. Am ersten Baulos (KAT1) laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Nun beginnen die Arbeiten am rund 20 Kilometer langen Hauptbaulos Koralmtunnel 2 (KAT2). Der Tunneldurchschlag zur Kärntner Seite soll 2017 erfolgen. Mit der Koralmbahn entsteht zwischen Graz und Klagenfurt eine völlig neue, zweigleisige Hochleistungsstrecke.
Hunderte Arbeitsplätze gesichert
Für Landeshauptmann Dörfler, der mit seinem steirischen Amtskollegen Franz Voves, Infrastrukturministerin Doris Bures und dem Regionalpräsidenten von Friaul-Julisch Venetien, Renzo Tondo, den Spatenstich vornahm, ist das auch ein wichtiger beschäftigungspolitischer Augenblick: "Hunderte Arbeitsplätze werden hier auf Jahre gesichert", so Dörfler, der betont, dass "die Verkehrs- und Standortqualität Kärntens durch den Koralmtunnel stark verbessert wird. Zudem hat das Projekt für unser Bundesland einen großen Nutzen in ökologischer und touristischer Hinsicht." Für Kärnten würden sich viele neue Chancen auftun, die es bislang nicht gegeben habe.
Kosten: 570 Millionen Euro
Groß sind aber nicht nur die Vorteile, sondern auch die Kosten. Allein für den 20 Kilometer langen Mittelabschnitt der Koralmbahn müssen rund 570 Millionen Euro hingeblättert werden. Die Gesamtkosten der neuen Bahnverbindung von Klagenfurt nach Graz sind mit 5,3 Milliarden Euro veranschlagt, die Fertigstellung ist für 2022 angekündigt.
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