11.10.2021 07:59 |

Druck aus Wolfsberg

Ärztezentrum als Rezept gegen Kinderarzt-Flaute

Offene Stellen in den Spitälern, vakante Planstellen auf dem Land und fehlende Bereitschaftsdienste: Überall in Kärnten macht sich der Ärztemangel bemerkbar. Im Lavanttal wartet die Bevölkerung auf ein Primärversorgungszentrum. Diese Einrichtung könnte auch das Kinderarzt-Problem beheben.

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Wie berichtet, gibt es immer öfter Beschwerden von Eltern, die nicht wissen, wohin sie am Wochenende mit ihrem kranken Kind sollen. Weil kein Kinderarzt Bereitschaft hat, suchen die meisten das LKH Wolfsberg - auf und werden dann ans ELKI im Klinikum Klagenfurt verwiesen.

Ärztezentrum als Problemlösung 
„Man kann sich vorstellen, was das für ein Stress ist, mit einem fiebernden, weinenden Kind stundenlang unterwegs sein zu müssen“, meint die Wolfsberger Stadträtin Isabella Theuermann. Sie glaubt, dass ein Ärztezentrum, wo auch Kinderärzte ordinieren können, das Problem deutlich lindern könnte.

Ankündigung schon vor Jahren 
„Die Landesregierung hat schon vor Jahren angekündigt, solche Primärversorgungszentren in den Bezirken etablieren zu wollen. Bisher gibt es aber erst ein einziges, und zwar in Klagenfurt“, kritisiert die FP-Politikerin.

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Ein Ärztezentrum wäre für das Lavanttal die beste Lösung. Diese Einrichtungen haben längere Öffnungszeiten. Und man könnte dort auch einen Kinderarzt integrieren.

Isabella Theuermann, Stadträtin von Wolfsberg

Wolfsberger wollen Umsetzung 
Was ihr besonders sauer aufstößt: Für Wolfsberg sei so ein Ärztezentrum seitens der Verantwortlichen im Land gar nicht vorgesehen. „Die Stadt darf sich das nicht gefallen lassen. Wir müssen Druck machen!“

Johann Palmisano
Johann Palmisano
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