09.10.2021 16:00 |

WK fordert Lösungen

Personal fehlt, Tirols Firmen in Existenz bedroht

„Die aktuelle Lage ist dramatisch, der Fachkräfte- und Mitarbeitermangel für Tirols Betriebe existenzbedrohend.“ Mit diesen Worten forderten WK-Präsident Christoph Walser sowie die Obleute aus Lienz, Kufstein, Kitzbühel, Innsbruck-Stadt und Imst am Freitag die Politik zum Handeln auf. Auch Lösungsvorschläge gab es.

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Mit den vom AMS Tirol gemeldeten 8099 offenen Stellen, die es mit Ende September gab - die „Krone“ berichtete -, gebe es laut Walser „so viele wie noch nie“. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote mit 3,8 Prozent bzw. 13.568 Personen sehr überschaubar. „Die Erholung trat schneller ein als ursprünglich angenommen“, so der WK-Präsident.

Die Dunkelziffer an offenen Stellen, die dem AMS nicht bekannt sind, schätzen Walser und Branchenvertreter auf „Krone“-Nachfrage auf weitere rund 8000. Ein deutlicher Überhang an Jobangeboten im Vergleich zu den Suchenden also. Deswegen seufzen die Unternehmer nahezu aller Branchen.

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Klagten im Jänner laut dem Konjunkturbarometer noch 53 Prozent über einen Mangel an Fach- bzw. Arbeitskräften, waren es im Sommer bereits 70 Prozent.

Christoph Walser

„Brauchen möglichst rasch gute Lösungen“
„Klagten im Jänner laut dem Konjunkturbarometer noch 53 Prozent über einen Mangel an Fach- bzw. Arbeitskräften, waren es im Sommer bereits 70 Prozent“, verdeutlichte Walser. Der Politik präsentierten die sechs Wirtschaftsvertreter auch Lösungsvorschläge, deren möglichst rasche Umsetzung sie einforderten:

  • Den Ausbau der Aus- und Fortbildungsangebote in jenen Bereichen, wo am dringendsten Arbeitskräfte benötigt werden.
  • Ein flächendeckendes und ganztägiges Kinderbetreuungsangebot, damit Eltern, die wollen, wieder ihrer Arbeit nachgehen können.
  • Eine Neugestaltung der Rot-Weiß-Rot-Karte, damit Arbeitskräfte aus Drittstaaten schneller und langfristiger arbeiten dürfen.
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Wenn die Heizung ausfällt, kann es bis zu drei Tage dauern, bis ein Techniker Zeit für die Reparatur hat.

Franz Jirka

Beispiele aus der Praxis
Die Bezirksobleute gaben jeweils gleich mehrere Beispiele aus der Praxis, um den Ernst der Lage zu unterstreichen. So etwa Kufsteins Bezirksobmann Manfred Hautz, der die Aufstockung des Kontingents an Saisoniers im Tourismus auf bis zu 4000 forderte. „Denn derzeit haben wir nur 300. So können wir die Wintersaison nicht stemmen.“

Innsbrucks Obmann Franz Jirka machte es noch anschaulicher: „Wenn die Heizung ausfällt, kann es bis zu drei Tage dauern, bis ein Techniker Zeit für die Reparatur hat.“

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