07.10.2021 13:51 |

Klimaschutz

Stadt Klagenfurt hat sich zehn Umweltziele gesetzt

Klimaschutz betrifft alle. Die Emission der Treibhausgase muss bis 2030 um 70 Prozent gesenkt werden. In Klagenfurt wurden sie seit 2011 schon um 57 Prozent reduziert. Und die Verantwortlichen der Stadt wollen beim Umwelt- und Klimaschutz nicht locker lassen. Für die nächsten zehn Jahre hat man sich im Rathaus gleich zehn ehrgeizige Ziele gesteckt.

Die zehn Umweltziele hören sich gut an: Dazu gehören die Reduzierung der Treibhausgase, eine klimafitte Ausstattung der städtischen Gebäude und die Verdoppelung der Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr. Derzeit nutzen 20 Millionen Fahrgäste die Busse in Klagenfurt. „Entscheidend für eine Steigerung ist die Einführung des 10-Minuten-Takts“, sagt Abteilungsleiter Wolfgang Hafner. Die Maßnahme kostet sechs Millionen Euro pro Jahr. „Jeder muss das Beste leisten. Für ein Zubetonieren von Städten werden Bürgermeister mittlerweile abgewählt“, meint Stadtchef Christian Scheider.

Zehn Umweltziele

  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Stadtgebiet Klagenfurt um mindestens 70 Prozent
  • Schaffung von mindestens drei klimaneutralen Smart-City-Zielgebieten
  • Klimafitte Ausgestaltung städtischer Gebäude und öffentlicher Plätze bei Sanierung und Neubau
  • Leistbare Energieversorgung mit 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern
  • Verdoppelung der Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr, deutliche Verschiebung des Modal Split in Richtung Umweltverbund (60 Prozent)
  • Umstellung des städtischen Fuhrparks und der Busflotte auf abgasfreie Antriebe
  • Reduzierung der Gesamtfläche urbaner Hitze-Inseln um 20 Prozent
  • Erhalt der freien Landwirtschaft
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Erhöhung der regionalen Wertschöpfung

Klagenfurt als Klima-Vorreiter
Die Temperaturen in Klagenfurt sind seit 1990 um zwei Grad gestiegen. Auch die Feinstaubbelastung ist in der Stadt ein Thema. „2004 hatten wir hinter Graz die höchsten Werte. Das hat sich geändert. Mittlerweile nehmen wir eine Vorreiterrolle ein“, meint Umweltreferent Alois Dolinar. Die Smart-City soll ein Vorzeigeprojekt werden. Bis 2030 müssen die Treibhausgase um 70 Prozent gesenkt werden. „Klagenfurt liegt bei 57 Prozent“, betont Hafner. Schulen wie die HTL Lastenstraße werden künftig in Klimaprojekte eingebunden, Fotovoltaikanlagen forciert.

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Klimaschutz betrifft alle. Künftig werden Anträge aus Stadtsenat und Gemeinderat auf Einhaltung der Klimaschutziele geprüft.

Christian Scheider, Bürgermeister von Klagenfurt

Europaweit werden 100 klimaneutrale Städte gesucht, Klagenfurt hat sich beworben. Dann hat man Zugang zu Fördermitteln. Allein die Umstellung der Busse auf erneuerbare Energie kostet die Stadt 160 Millionen Euro. 

Christian Tragner
Christian Tragner
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