Mit einer neuen Technologie will die Firma Inno Cube neue Maßstäbe in der Prävention von Wolfsrissen auf Almen setzen. Im vergangenen Sommer gab es einen ersten Testlauf auf der Leisacher Alm, wobei 20 Schafe mit Standort-Sendern ausgestattet wurden, um deren Bewegungsabläufe zu dokumentieren. Geschäftsführer Helmut Senfter präsentierte erste Erkenntnisse und weitere Pläne.
Viele Wolfsrisse gab es für die Schafbauern im heurigen Sommer zu beklagen. Um drohende Angriffe rechtzeitig zu erkennen, entwickelten Helmut Senfter und seine Firma eine neue Idee. Von Anfang Juni bis Ende September wurden 20 von 180 Schafen auf der Leisacher Alm mit Sendern ausgestattet. Senfter: „Es ist Prävention zur Erkennung, wir greifen nicht direkt ein.“
Die Daten werden alle 15 Minuten abgerufen und an eine Datenbank gesendet. So können auffällige Bewegungsmuster erkannt werden. „Wenn Unruhe herrscht, kann ein Bauer hinauffahren. Sobald er oben ist, gibt es eine eingegrenzte Chance auf einen Riss.“
Kooperation mit Uni und FH
Das Projekt wurde im heurigen Sommer das erste Mal getestet und diente vor allem zur Datensammlung. In Kooperation mit der Uni Klagenfurt und der Fachhochschule Kufstein werden die Daten ausgewertet - und es wird versucht, eine künstliche Intelligenz zu entwickeln: „Wenn wir genug Daten haben, können wir einen virtuellen Wolf erzeugen und simulieren, wie sein Weg aussieht.“
Auf der Leisacher Alm gab es im heurigen Sommer keinen Riss. Das Projekt soll 2022 fortgesetzt werden. „Der Idealfall wäre, den Wolf selber zu tracken“, lacht Senfter.
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