02.10.2021 12:44 |

Spruchreif

Vor Gericht: „Es war eine zu intime Therapie“

- Lehrlingsausbilder vergriff sich an Mädchen
- Menschliches Drama hinter Betrugsskandal
- Endlosprozess um getöteten Sechsjährigen

Mehr als drei Jahre ist es her, dass ein kleiner Bub im Faaker See ertrunken ist. Abgeschlossen ist das Strafverfahren um den tragischen Unfall aber noch immer nicht – seit Sommer 2019 wird am Bezirksgericht Villach vor Richterin Sabine De Cecco-Wilding verhandelt. Wie berichtet, hatte Staatsanwalt Markus Kitz die Eltern sowie die Badbetreiber wegen fahrlässiger Tötung angeklagt: Das Kind (6) war unbeaufsichtigt, der Nichtschwimmerbereich, so der Vorwurf, nicht ausreichend gekennzeichnet. Für die gebrochenen Eltern gab es mittlerweile eine Diversion ohne Verurteilung, der Prozess gegen die Unternehmer läuft im Oktober weiter.

Aus einer Schmerztherapie wurde ein sexueller Übergriff
Ein Kärntner Fitnesstrainer war einem 16-jährigen Lehrlingsmädchen zu nahe gekommen. „Das Mädchen klagte über Schmerzen, der Mandant wollte helfen“, schildert Anwalt Hans Gradischnig. Mit einem sogenannten „vaginalen Touch“ – eine Anwendung im Intimbereich, die natürlich das Einverständnis der Frau voraussetzt! „Die gab es nicht, daher haben wir ein Geständnis abgelegt.“ Wegen Missbrauchs des Autoritätsverhältnisses gab es acht Monate bedingt und eine Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu vier Euro.

Betrugsskandal im Villacher Rathaus, hieß es vor kurzem
Doch hinter dieser Schlagzeile verbirgt sich eine menschliche Tragödie: Eine Beamtin, die ein behindertes Kind hat, hatte zwar eine Familienkur bewilligt bekommen – verlor für diese Zeit aber das Gehalt. Als sie einen Antrag auf Unterstützung von 2000 Euro stellte, soll sie das Einkommen verschwiegen haben. Eine Kollegin half ihr dabei – und das wurde für beide zu einem Skandal hochstilisiert.

 Kärntner Krone
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