Was wissen Sie über unser Unternehmen?
Auf diese Frage solltest du zumindest mit ein paar wichtigen Fakten antworten können. Das Internet bietet viele Möglichkeiten, wie du deinen potenziellen Arbeitgeber schon einmal besser einschätzen kannst. Wichtig sind der Unternehmensgegenstand, die Unternehmensgeschichte und -philosophie, Marktsituation, Produkte, aktuelle Projekte etc. – je mehr, desto besser. Denn hast du hier nichts zu bieten, dann zeigt das mangelndes Engagement, und das ist nicht unbedingt förderlich für eine Zusage.
Warum wollen Sie für uns arbeiten?
Begründe dein Interesse für das Unternehmen und die ausgeschriebene Funktion fundiert. Wenn dein/e Gesprächspartner/in merkt, warum du dich genau für „sein/ihr“ Unternehmen beworben hast und welchen Nutzen du für diese Position einbringst, dann steigen deine Chancen stark. Wenn du deine Motive und Qualifikationen klar darstellst, dann stärkt dies auch die Sicherheit deines Gegenübers.
Warum sollten wir Sie einstellen?
Keine falsche Bescheidenheit. Du solltest dir einige Punkte zurechtlegen, die deine Qualifikation, deine Erfahrungen und deine Persönlichkeit so beschreiben, dass man denkt, du bist der/die Richtige. Beschreibe nicht nur deine Aufgaben, sondern mehr das, was du erreicht hast, deine Erfolge bzw. erzielten Ergebnisse.
Warum haben Sie bis jetzt nur in einer Firma gearbeitet bzw. so häufig gewechselt?
Das Wichtigste: kein Ausweichen und Herumeiern. Stehe zu deinen Entscheidungen und informiere über deine Beweggründe. Dabei ist es auch durchaus in Ordnung zu sagen, dass du dir einen Job anders vorgestellt hast oder dass du einfach entdeckt hast, dass du dich weiterentwickeln möchtest. Aber auch wirtschaftliche Gründe deines früheren Arbeitgebers sind keine Schande, wenn du als relativ betriebsneu gekündigt worden bist.
Falls du bis jetzt in nur einer einzigen Firma warst, überlege dir, ob du weitere Aufgaben oder neue Funktionen erhalten oder eventuell einen Karriereschritt aufgrund deiner gezeigten Leistungen gemacht hast. Falls es Lob und Anerkennung gab, erwähne es! Solltest du in sehr vielen Firmen tätig gewesen sein, so musst du davon ausgehen, dass „Job Hopper“ von fast keinem Unternehmen geschätzt werden.
Auf was legen Sie in Ihrem Beruf besonders wert?
Halte dich hierbei an das Stellenprofil und zeige Parallelen zwischen den Anforderungen und dem, was du suchst, was deinem Arbeitsstil und deinen Vorstellungen von Weiterentwicklung entspricht. Achte darauf, den Vorteil für das Unternehmen in den Mittelpunkt zu stellen.
Was sind Ihre persönlichen Stärken und was Ihre Schwächen?
Diese Frage wird oft auch in verpackter Form gebracht: Was schätzen Ihre Kollegen an Ihnen? Was wird als negativ gesehen? Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung ist für viele Unternehmen von großer Bedeutung. Versuche daher nicht auszuweichen. Du solltest drei wesentliche Stärken und mindestens zwei realistische Schwächen parat haben. Das sollten dann aber keine Pseudo-Schwächen sein wie Perfektionismus. Bleib ehrlich und führe bei den Schwächen an, wie du bereits daran arbeitest.
Was stört Sie in Ihrer derzeitigen bzw. letzten Funktion? Was stört Sie an Ihrem Chef?
Sprich niemals abfällig oder negativ über eine Firma oder eine/n Vorgesetzte/n. Dein/e Gesprächspartner/in könnte sonst annehmen, dass du über ihn/sie einmal ähnlich sprechen wirst. Querulanten und Jammerer sind unerwünscht. Streiche zuerst das Positive heraus und bring eventuelle Kritik mit Verständnis für die Person, die Situation oder das Unternehmen vor.
Warum wollen Sie sich beruflich verändern bzw. warum sind Sie gekündigt worden?
Diese Frage kommt wie das Amen im Gebet. Auch hier gilt es, klar und verständlich die derzeitige Situation klarzustellen, ohne dass deine Ausführungen durch Ärger oder Frustration gekennzeichnet sind. Schiebe auch nicht anderen den schwarzen Peter zu. Erläutere die Motive für deine Veränderung, warum du dich gerade für diese Funktion bewirbst, was diese neue Funktion für dich reizvoll macht und was du dafür einbringen kannst.
Was haben Sie für Gehaltsvorstellungen?
Dies ist einer der heikelsten Punkte im Gespräch. Grundsätzlich empfiehlt es sich, mit der Feststellung zu beginnen, was du in der derzeitigen bzw. letzten Position verdient hast und mit der Frage fortzusetzen, welches Gehalt für diese Funktion in diesem Unternehmen unter Berücksichtigung der vorhandenen Qualifikationen bzw. der erforderlichen Zeit für Einarbeitung vorgesehen ist.
Falls ein finanzieller Rückschritt zum Einstieg erforderlich ist, so könntest du abklären, ob du kraft außergewöhnlicher Leistung, Übernahme zusätzlicher Projekte oder nach entsprechender Einarbeitung mit einer Gehaltserhöhung oder einer eventuellen Leistungsprämie rechnen kannst. Niemand wird dir diese jedoch zum Eintritt auch schriftlich garantieren.
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