24.08.2021 10:58 |

Heute am Landesgericht

Nach Unglück am Südring: Todeslenker droht Haft

Viel zu schnell und nicht nüchtern: Heute startet der Prozess gegen den 19-jährigen Südring-Todeslenker. 

Zwei Leben ausgelöscht, das eigene schwer belastet: Jener 19-jährige Klagenfurter, der in der Nacht zum 6. März einen tödlichen Unfall am Südring verursacht haben soll, steht heute vor Richter Alfred Pasterk. Ihm drohen wegen grob fahrlässiger Tötung bis zu drei Jahre Haft. Für die Staatsanwaltschaft ist die Sachlage klar: Gutachten zeigen aufgrund der DNA- und Verletzungsspuren deutlich, dass nur der junge Mann hinter dem Lenkrad des geliehenen BMW gesessen haben konnte - und dass er mit fast 150 km/h die zulässige Geschwindigkeit um das Dreifache (!) überschritten hatte.

Trotz fehlender Erinnerung geständig
Zudem ergab ein Bluttest doch eine Alkoholisierung von 0,3 Promille - zu viel für einen Führerscheinneuling. Bisher hatte der junge Mann angegeben, sich an nichts erinnern zu können. Er sei mit seinen beiden Freunden unterwegs gewesen, eigentlich hätte er auch gar nicht ans Steuer sollen. „Er möchte dennoch in vollen Ausmaß die Verantwortung übernehmen und vor allem den Familien der Opfer seine ehrliche Anteilnahme versichern“, kündigt Verteidiger Paul Wolf im „Krone“-Gespräch nun doch ein Geständnis an. Einzelrichter Pasterk hat vorsorglich für den Prozess dennoch insgesamt 19 Zeugen und vier Gutachter geladen; das Urteil könnte somit heute bis zum Nachmittag dauern.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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