Politische „Wilderei“

Großes Griss aller Parteien um Pfleger in Familien

VP-Politikerin Haberlander „wildert“ noch mehr im Gebiet von SPÖ-Chefin Gerstorfer. Ansatzpunkt ist die Gesundheitsförderung der belasteten betreuenden Angehörigen.

Aufregung gab’s Anfang Mai, weil ÖVP-Politikerin Christine Haberlander pflegende Angehörige mit kleinen „Genusspaketen“ umwarb – wo doch die Pflege grundsätzlich bei Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) angesiedelt ist. Politische „Wilderei“!

Aktion „Gesunde Gemeinde“
Grund für Haberlander, zerknirscht zurückzurudern? Im Gegenteil: Im Rahmen der Aktion „Gesunde Gemeinde“ legt die Gesundheitslandesrätin gar noch eins drauf: Menschen, die in der Familie hilfsbedürftige Angehörige betreuen oder pflegen, sollen 2022 besonders im Mittelpunkt stehen – und zwar aus dem Aspekt der Gesundheitsförderung: „Wir wollen den Menschen signalisieren: Es ist wichtig, auch für sich selbst zu sorgen“, erläutert Haberlander.

Umtriebiger Seniorenbundchef
Dass sich die ÖVP-Politikerin auch auf die ab morgen, Montag, hängenden Pflege-Pakete Gerstorfers drängt, ist nur eine Zuspitzung unseres Karikaturisten. Obwohl: In einer Proporzregierung, in der alle Parteien sitzen, ist es nur logisch, dass sich ÖVP und SPÖ (und auf FPÖ-Seite die ausscheidende Ulrike Wall sowie bei den Grünen Ulli Schwarz) um die Herausforderungen der Pflege kümmern. Die ÖVP tut das nicht nur mit Haberlander, sondern auch über ihren Sozialsprecher Wolfgang Hattmannsdorfer, der gerade einen „Pflegeratgeber“ herausgebracht hat. Umtriebigst ist auch Seniorenbundchef Alt-LH Josef Pühringer an der Pflegefront aktiv.

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Mittwoch, 29. September 2021
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