Nicht nur zum Amüsement der Besucher und weil es so Brauch ist, organisieren die Feuerwehren Sommerfeste, sondern vor allem, um Einnahmen zu lukrieren, mit denen Ausrüstung angeschafft werden kann. Allein in Kärnten geht es dabei um rund acht Millionen Euro im Jahr; Geld, das im Vorjahr wegen Corona nicht floss.
Im Vorjahr konnte kein einziges Feuerwehrfest gefeiert werden, was nicht nur Tanzfreudige und Kotelettliebhaber bedauerten. „Im Jahr gibt es in Kärnten etwa acht Millionen Euro an Einnahmen über diese Feste. 80 Prozent davon fließen in die Anschaffung von Geräten und Fahrzeugen“, weiß Rudolf Robin, der Landesfeuerwehrkommandant. Im Vorjahr also kein einziger Euro - ein herber Einkommensverlust für die 398 Feuerwehren des Landes.
Nur geringe Ausfallsabgeltung
Über den NPO-Fonds - den Fonds für Non-Profit-Organisationen - gibt es für diesen pandemiebedingten Ausfall zwar eine Abgeltung, doch die ist mit 1,2 Millionen um einiges geringer als die üblichen Einnahmen.
„Aber heuer werden seit Juli wieder Feste gefeiert, und die sind gut besucht“, so Robin. Der Organisationsaufwand sei wegen der Erstellung eines Coronakonzeptes und der Kontrolle der 3G-Regel bedeutend größer, doch es funktioniere gut, und auch von den Besuchern gebe es selten ein Murren.
Trotzdem Mehrwertsteuer
„Aber wir müssen natürlich für alles Mehrwertsteuer zahlen, für die Musik, das Zelt. Und dann beim Kauf eines Fahrzeuges sind wieder 20 Prozent Mehrwertsteuer fällig. Das ist ein Problem“, meint Robin.
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