Drastischer Schwenk

Obama unterstützt ab sofort die Homo-Ehe

Ausland
24.02.2011 07:17
In einer drastischen Politik-Umkehr unterstützt die Regierung von US-Präsident Barack Obama von nun an nicht länger das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen. Das Gesetz im US-Bundesrecht, das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiere, sei "verfassungswidrig", erklärte Justizminister Eric Holder am Mittwoch in Washington. Bisher hatte das Ministerium das Gesetz in Klageverfahren gegen das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen unterstützt.

Holder erklärte am Mittwoch, dass sich die Rechtslandschaft seit der Verabschiedung des Gesetzes vor 15 Jahren verändert habe. Er wies unter anderem auf die Aufhebung von "Don't ask, don't tell" durch den Kongress hin. Nach dieser Richtlinie durften homosexuelle Soldaten nicht über ihre Neigung sprechen.

Kritik der Republikaner
Während einige demokratische Kongressabgeordnete den Schritt begrüßten, äußerte der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, Kritik an Obamas Vorstoß. Der Präsident müsse erklären, wieso er den jetzigen Zeitpunkt angesichts der Arbeitslosigkeit und des Haushaltsdefizits für geeignet halte, um ein solch umstrittenes Thema anzuschneiden.

Obama hatte im Dezember gesagt, sein Standpunkt bezüglich gleichgeschlechtlicher Ehen entwickle sich ständig weiter. Zuvor hatte er sich gegen solche Ehen und für eingetragene Partnerschaften, sogenannte Civil Unions, stark gemacht.

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