Überschallauto

Mit Eurofighter-Triebwerk zum Speed-Rekord

Motor
08.02.2011 09:30
Jahrelang existierte es nur am Computer, jetzt geht es in Stahl und Carbon über: Das schnellste Auto der Welt, genannt "Bloodhound", soll Ende nächsten Jahres fertig sein und auf Rekordjagd gehen. 1.600 km/h sollen drin sein, das entspricht der 1,4-fachen Schallgeschwindigkeit. Angetrieben wird der "Bloodhound SSC" unter anderem von einem Eurofighter-Triebwerk. Aber nicht nur.
(Bild: kmm)

Dem Turobofan-Triebwerk EJ 200 wird ein zusätzliches Raketentriebwerk zur Seite gestellt, bzw. untergeschnallt. Zusammen kommen die Triebwerke auf eine Leistung von rund 135.000 PS.

An Bord ist auch ein 800 PS starker V12-Rennmotor, der allerdings nicht dem Vortrieb dient, sondern die Hydraulik bedient, etwa um die Triebwerke zu starten oder den Raketentreibstoff zuzuführen. Innerhalb von 22 Sekunden muss eine Tonne HTP (High Test Peroxide, hochkonzentriertes Wasserstoffperoxid) gefördert werden.

"Es ist ein tolles Gefühl, die Pläne jetzt an die Leute zu übergeben, die ihn dann wirklich bauen werden", sagte Chefingenieur Mark Chapman. Für die Konstruktion sollen neueste Erkenntnisse und Materialien aus der Luft- und Raumfahrttechnik verwendet werden. Für das Fahrgestell wird Stahl ebenso verwendet wie Carbon- und Glasfaser-Materialien.

Erste Grafiken waren bereits 2008 aufgetaucht. Wenn alles problemlos läuft, wird der Bloodhound nach Südafrika verschifft, wo in einem ausgetrockneten See, dem Hakskeen Pan, der Rekordversuch starten soll. Der Fahrer steht schon fest: Andy Green war 1997 der Erste, der mit einem Landfahrzeug die Schallmauer durchbrach: Im "Thrust Supersonic Car" erreichte er 1228 km/h.

Ein großes Problem in der Entwicklung war der Auftrieb. Der wurde von 11 Tonnen auf null reduziert, sind die Verantwortlichen stolz. Die Schockwelle, die bei hohen Geschwindigkeiten entsteht, werde nun um das Fahrzeug herumgeführt. Das Gewicht des Rekordfahrzeuges soll dereinst 6 Tonnen betragen.

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(Bild: kmm)



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