Mit seinem tonnenschweren Lkw fuhr der Oberösterreicher Markus Ruttman im Norden Kanadas kilometerweit über einige zugefrorene Seen und Flüsse. Mittlerweile ist er ein echter Profi auf der ungewöhnlichen Straße aus Eis, doch heuer machten ihm die extremen Temperaturen einen Strich durch die Rechnung.
Es ist mittlerweile fünf Jahre her, dass sich Markus Ruttman (50) seinen großen Traum erfüllte. Gemeinsam mit seiner Ehefrau wanderte der Ottensheimer nach Kanada aus, ist dort mit seinem Lkw im ganzen Land unterwegs.
Seine Arbeit führte ihn 2024 das erste Mal auf die legendäre „Ice-Road“ im Norden Kanadas. Sogenannte Eisstraßen entstehen nur im Winter, wenn Seen, Flüsse und Tundraflächen dick genug zufrieren, um schwere Lastwagen zu tragen. „Es ist die längste Eisstraße der Welt. 2024 war ich der erste Österreicher überhaupt, der die ganze Saison durchgefahren ist“, erzählt Ruttman, der als „Rutti the Duck“ spannende Einblicke auf seinem YouTube-Kanal bietet.
Auch im heurigen Jahr war er mit seinem 63 Tonnen schweren Truck auf dem rund einen Meter dicken Eis unterwegs. Um das gelagerte Frostschutzmittel an eine entlegene Diamantenmine zu bringen, musste der erfahrene Lkw-Fahrer insgesamt 480 Kilometer auf reinem Eis zurücklegen.
Bis minus 20 Grad ist es „einfach“
„Fehler sind da keine erlaubt. Irgendwann vergisst du, dass du auf Eis unterwegs bist. Bis 20 Grad minus ist es eigentlich relativ einfach zu fahren. Vor zwei Jahren hatten wir aber einmal sogar minus 58 Grad“, schildert der 50-Jährige der „Krone“. Auch im heurigen Jahr setzten die niedrigen Temperaturen nicht nur Ruttman, sondern auch seinem Lkw zu.
Heuer nur eine Fahrt
„Wir hatten diesmal minus 40 Grad. Bremsleitungen, Ventile und Schläuche wurden deshalb undicht. Der Luftpresser ist die ganze Zeit einfach Vollgas gelaufen. Auch das AdBlue Abgasreinigungssystem hat bei diesen Temperaturen versagt. Ich habe gehofft, dass ich durchkomme und das habe ich geschafft“, so Ruttman, unmittelbar nachdem er seine Fahrt erledigt hatte. Denn aufgrund der vielen technischen Probleme war das Abenteuer diesmal schon nach einer Ladung vorbei.
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