Nicht alles "dicht"

Trotz Großeinsatz: Einbrecher konnten Polizei entwischen

Kärnten
29.01.2011 10:21
Das Drautal war vermeintlich "dicht" gemacht: Polizisten kontrollierten Straßen, Züge, Busse; und in der Luft kreiste der Hubschrauber! Dennoch konnten am Donnerstag zwei international gesuchte Einbrecher entkommen – die "Krone" berichtete. Inzwischen sind die Serben (29 und 53) nach Slowenien weitergeflüchtet.

Einige Dämmerungseinbrüche im Raum Wien und in Niederösterreich sollen auf das Konto der beiden Serben gehen. "Sie wurden schon länger observiert", so ein Ermittler. Am Donnerstag verlor sich ihre Spur in Wien.

Wenige Stunden später, gegen 11 Uhr, wurde ein Handy der Serben in Greifenburg geortet; das Drautal abgeriegelt. Auch zehn Lienzer Polizisten unterstützten die Kärntner Einsatzkräfte. Ein Ermittler: "Das Mobiltelefon der Verdächtigen war in Greifenburg eine Stunde lang im Netz eingeloggt und wurde dann abgeschaltet." Die beiden Gejagten sollten dennoch ins feinmaschige Fahndungsnetz gehen, blieben aber verschollen.

"Es ist uns ein Rätsel"
Drei Stunden später verstanden die Ermittler dann plötzlich die Welt nicht mehr: Erneut gab es eine Handypeilung. Doch dieses Mal bereits aus dem Großraum Villach. "Es ist uns ein Rätsel, wie die Männer uns entwischen konnten", so ein Ermittler. Möglicherweise ist es ihnen gelungen, sich in einem Zug zu verstecken. Gegen 21 Uhr: die letzte Peilung – bereits aus Slowenien.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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