Die Polenbande hatte bereits Ende der Neunzigerjahre in Norddeutschland elf Banken heimgesucht, saß dann mehrere Jahre hinter Gittern. Nach der Entlassung verlagerten die Ganoven ihren Tätigkeitsbereich nach Österreich. Geldinstitute in Linz, Vöcklabruck (OÖ), St. Pölten (NÖ), Innsbruck sowie in Villach und in Klagenfurt wurden überfallen.
Am 4. Dezember 2006 hatte ein unbekannter Täter im Stiegenhaus der Posojilnica in Klagenfurt versteckt gewartet, bis die Bank öffnete. Der Täter entkam mit seiner Beute. Ermittler aus Oberösterreich glauben, dass es der 36-jährige Haupttäter und einer seiner wechselnden Komplizen waren, die in der Posojilnica Klagenfurt zugeschlagen haben.
Gaspistole in Villach gefunden
Gesichert ist, dass die Polen am 2. März 2007 die Volksbank am Standesamtsplatz in Villach ausgeraubt haben (siehe Bild oben). Der zweite Coup in der selben Bank ein Jahr später ist misslungen. Bei der Flucht hatten die Räuber eine Gaspistole in der Nähe der Bahn weggeworfen. Polizisten haben sie aber gefunden und konnten aufgrund vieler Spuren zur Überführung der Täter beigetragen.
von Martin Radinger, "Kärntner Krone"
Archivbild aus der Überwachungskamera der Volksbank in Villach
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