Was das AMS-Budget betreffe, gehe man 2011 in ein "abgespecktes Jahr": "Wir müssen den Gürtel ein wenig enger schnallen", so Sengstbratl. Als Folge des Sparprogramms der Bundesregierung muss das AMS Burgenland demnach heuer mit zwölf Prozent weniger Mitteln auskommen.
Größtes Sparpotenzial bei Qualifizierung
Dem Arbeitsmarktservice stünden heuer österreichweit 970 Millionen Euro zur Verfügung, um 70 Millionen weniger als 2010. Für das AMS Burgenland bedeute dies ein Budget von 33,2 Millionen Euro (2010: 37,7 Mio. Euro). Von 2007 bis 2010 war das Budget des AMS Burgenland noch um 36 Prozent oder 10 Millionen Euro aufgestockt worden. 70 Prozent des Burgenland-Budgets fließen in den Bereich Qualifizierung, dort liege auch das größte Einsparungspotenzial.
2011 würden der Wegfall von Sonderprogrammen und die Konzentration auf Kurse mit hohen Vermittlungsquoten ausreichen, um den Rückgang zu kompensieren. Die schlechte Nachricht für Kursträger und Partner des AMS laute aber, dass bis 2014 österreichweit weitere zehn Prozent eingespart werden müssten. Dies sei jedoch "sicher machbar und verkraftbar", glaubt die AMS-Chefin.
"Wir haben die Krise erfolgreich gemeistert"
Im Burgenland gab es bei der Arbeitslosigkeit ab Februar 2010 durchwegs Rückgänge - von Mai bis September durchschnittlich jeweils um elf Prozent. Im letzten Quartal 2010 seien die Schulungsteilnahmen bereits rückläufig gewesen. "Wir haben die Krise erfolgreich gemeistert", so Sengstbratl. Bei den Arbeitslosenzahlen habe sich Österreich im Europa-Vergleich 2010 immer wieder auf Platz eins positioniert.
Im Vorjahr stand dem AMS Burgenland mit 37,7 Millionen Euro das historisch höchste Förderbudget zur Verfügung. Eingesetzt wurden die Mittel im Bereich der Kurzarbeit, bei der Berufsausbildung für Jugendliche und im Rahmen des Sonderbeschäftigungsprogramms "Aktion 4000", erläuterte die AMS-Chefin.
"Job-Gewinne" ab 2013/14 erwartet
2011 rechnet die AMS-Geschäftsführerin im Burgenland mit rund 92.000 Jobs im Jahresdurchschnitt. Für einen Rückgang der Arbeitslosigkeit falle das Wachstum jedoch zu gering aus. Während österreichweit 2011 und 2012 ein geringfügiger Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet werde, rechne man für 2013 und 2014 mit "kräftigen Jobgewinnen".
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