25.04.2021 18:15 |

Kleiner Gleiter

Citroën C4: Liebling von Schmugglern und Genießern

Der neue Citroën C4 ist genau genommen ziemlich unbescheiden. Er bietet von vielem mehr als andere: mehr Bodenfreiheit, mehr Federweg, mehr Komfort - sein „Komfortfahrwerk mit dynamischen Anschlägen“ macht ihn zum Schwebeteil seiner Klasse. Und mehr Ablagefächer, die man teilweise  auch als Geheimfächer bezeichnen könnte. „Krone“-Motorredakteur Stephan Schätzl hat sich auf die Suche gemacht und den C4 außerdem Probe gefahren. Seine Eindrücke hier im Video!

Der Citroën C4 basiert wie seine vielen Brüder vom Peugeot 2008 bis zum Opel Mokka auf der CMP-Plattform des PSA-Konzerns, der jetzt Teil des Stellantis-Konzerns ist. Optisch ist er völlig eigenständig, man würde nicht auf die Verwandtschaft tippen, wenn man es nicht wüsste. Es ist ein Crossover, eine Art SUV-Coupé. Das heißt er wirkt ein wenig gröber, die Dachlinie verläuft aber flach und läuft nach hinten dynamisch aus. Man sitzt ein paar Zentimeter höher, aber in Wahrheit ist es einfach ein kreativ gestalteter 4,36 m langer Kompaktwagen mit Frontantrieb, großen Rädern und etwas erhöhter Bodenfreiheit, immerhin fast 16 Zentimeter.

Platz ist angesichts der Fahrzeugklasse reichlich, auf der Rückbank reisen auch groß Gewachsene hinter gleich Großen kommod. Und in den Kofferraum passen 380 bis 1250 Liter. Und zwar bei allen Varianten, egal ob Verbrenner oder Elektroantrieb.

Besonders kreativ waren die Franzosen bei der Erfindung neuer Ablagefächer (siehe Video!). Auch ein ausfahrbarer Tablet-Halter vor dem Beifahrersitz ist im Programm. Ins Türfach passt sogar eine 1,5-Liter-PET-Flasche hinein.

Das Bediensystem mit 10-Zoll-Touchscreen erfüllt seinen Zweck, hilfreich sind der echte Lautstärkeregler und die dezidierte Bedienkonsole für die Klimaautomatik. Apple CarPlay und Android Auto sind Serie.

Was leider immer noch nervt, ist der Pingpong-Blinkersound. Aber was nicht mehr nervt, ist der Scheibenwischer. Früher hat ein Antippen des Hebels sofort die Wischautomatik aktiviert. Jetzt bewirkt ein Antippen lediglich ein einmaliges Wischen, wie man es auch erwarten würde. Die Wischautomatik wird extra eingeschaltet.

Auch praktisch ist das Head-up-Display, auch wenn es nur die Billigversion mit Plexiglasscheibe ist. Serienmäßig ab der Ausstattung „Feel“.

Drei Energielieferanten zur Wahl
Der 130 PS starken Vierzylinder-Diesel sorgt samt Achtgangautomatik für angenehmen Vortrieb, akustisch nie aufdringlich, außerdem fühlt er sich kräftig an. Kräftiger, als es der Standardsprintwert von 10,6 Sekunden vermuten lassen würde. 130 PS sind eine Menge, 300 Nm bei 1750 Touren eigentlich auch und knapp 1,3 Tonnen ist jetzt auch nicht die Welt. Der Realverbrauch liegt zwischen sechs und sechseinhalb Liter. Die Automatik schaltet weich, aber der Fahrstufenwahlschalter verlangt Geduld, damit er tatsächlich die Fahrstufe einlegt bzw. wechselt. Das kann beim Rangieren zu heiklen Situationen führen.

Alternativ gibt’s noch einen 110-PS-Diesel. Und drei Dreizylinder-Benziner mit 100 bis 155 PS. Am gschmeidigsten fährt aber sicher der Elektro-C4. Der ist mit 35.950 Euro nicht viel teurer als der starke Diesel, wenn man die Förderung abzieht.

Der hier gefahrene Diesel ist ab knapp 29.000 Euro zu haben, wobei der Testwagen mit vielen Extras bis hin zum automatisierten Fahren an die 32.000 Euro kostet. Der Basispreis für den Citroën C4 in der Einstiegsversion liegt bei 20.600 Euro.

Alles weitere siehe Video!

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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