FC Red Bull Salzburg

Kjaergaard: Blonder Engel, blonder Bengel

Salzburg
12.03.2026 22:00

Für den langjährigen FC Red Bull Salzburg-Spieler Maurits Kjaergaard sind mit der Akquise von Cheftrainer Daniel Beichler harte Zeiten angebrochen. Unter dem neuen Cheftrainer war dem Dänen bislang noch keine einzige Spielminute vergönnt. Ein Abschied des Bullen-Dauerbrenners erscheint alles andere als unwahrscheinlich.

Mit bald sieben Dienstjahren zählt Maurits Kjaergaard fast schon zum Inventar bei Vizemeister Salzburg. Spieler wie er sind an der Salzach rar gesät, die Bullen dienten den meisten als Durchgangsstation.

Hinter der Zukunft des Dänen in der Mozartstadt steht allerdings ein dickes Fragezeichen. Kjaergaard, der schon unter Thomas Letsch nicht mehr unumstritten war, hat bei Nachfolger Daniel Beichler einen noch viel schwereren Stand.

Kjaergaard in vier Spielen ohne Einsatzminute
Vier Partien verantwortete der 37-Jährige bislang. Beim LASK (5:1) und gegen Hartberg (0:0) saß „Mau“ auf der Ersatzbank und wurde nicht eingewechselt. Beim Cup-Aus gegen Altach (0:1) zählt er nicht zum Kader. Beichler erklärte danach diplomatisch: „Wir haben uns für dieses Spiel für 20 Spieler entschieden, wo wir der Meinung waren oder auch das beste Gefühl gehabt haben, dass wir mit diesen, unabhängig von der Startelf, ins Cupfinale kommen können.“

Wenige Tage später fehlte der 22-jährige Mittelfeld-Allrounder auch beim 0:1 bei Rapid. Der „blonde Engel“, der bislang in 126 Partien für die Salzburger aufgelaufen ist und dabei 18 Treffer erzielte, spielte zuletzt also keine Rolle mehr.

Abschied im Sommer ein mögliches Szenario
Ein Grund dafür sollen völlig konträre Auffassungen zu seiner Rolle sein. Während Kjaergaard sich als Startelfspieler betrachtet, ist der Verein mit seinen Leistungen seit geraumer Zeit nicht zufrieden.Abschied denkbarEinsicht zeigt der „blonde Bengel“ offenbar keine. Vielmehr ist er enttäuscht über die mangelnde Unterstützung von Klub und Trainer.

Auch wenn der Vertrag Kjaergaards bis 2028 datiert ist, wird ein Ende der Zusammenarbeit im Sommer 2026 von Woche zu Woche wahrscheinlicher. Damit droht ausgerechnet einem der dienstältesten Bullen-Spieler ein abruptes Ende seiner Salzburger Zeit.

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