Verdächtiger tot
Bewaffneter raste mit Lkw in Synagoge in Michigan
Im US-Bundesstaat Michigan hat sich laut der Polizei ein „mutmaßlicher Anschlag“ bei einer Synagoge ereignet. Ein bewaffneter Angreifer raste mit einem Lkw in das Gebäude und lieferte sich anschließend einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Dabei kam er ums Leben.
FBI-Direktor Kash Patel schrieb auf der Plattform X von einem „bewaffneten Täter“. Nachdem der Verdächtige in das Gebäude gefahren sei, habe das Auto Feuer gefangen. Daraufhin hätten ihn Sicherheitskräfte gesehen und auf ihn geschossen, sagte Polizeichef Michael Bouchard zu CNN. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, was ihn getötet hat, aber die Sicherheitskräfte haben den Verdächtigen mit Schüssen bekämpft“, hieß es weiter.
Später wurde bekannt gegeben, dass eine große Menge Sprengstoff im Fahrzeug gewesen sei. Während des Angriffs hielten sich Kinder und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter in der Synagoge auf. Sie blieben unverletzt. Eltern holten ihre Kinder von der Kindertagesstätte in der Synagoge ab.
Ein Verletzter
Laut Polizeiinformationen wurde ein Sicherheitsmitarbeiter verletzt, als er von dem Wagen angefahren wurde. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Identifizierung des Verdächtigen stand zunächst noch aus. Ob der Mann alleine gehandelt hatte, war nicht völlig klar. Der Sheriff sagte, er schien alleine in dem Lkw gewesen zu sein.
Hier sehen Sie eine Aufnahme der Szenen nach dem mutmaßlichen Terrorangriff:
Die örtliche Polizei hatte laut Bouchard bereits in den vergangenen Wochen mit anderen Behörden über mögliche Gewalt gesprochen. Daher wurden die Sicherheitsvorschriften der Synagoge noch vor dem Vorfall am Donnerstag verschärft. Der Hintergrund ist der Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran Ende Februar. Nun würden die Patrouillen in anderen Gebetshäusern erhöht, kündigte der Beamte an.
Motiv bisher unklar
Die Situation in West Bloomfield, einem Vorort von Detroit, werde genau beobachtet, sagte Dana Nessel, Generalstaatsanwältin von Michigan. Antisemitismus habe keinen Platz und werde nicht toleriert. Das Motiv des mutmaßlichen Täters war zunächst aber nicht bekannt. „Die jüdische Gemeinde von Michigan sollte in Frieden leben und ihren Glauben ausüben können“, sagte Gretchen Whitmer, Gouverneurin von Michigan.
Die Synagoge Temple Israel wurde 1941 gegründet und hat nach eigenen Angaben mehr als 12.000 Mitglieder. Zu ihr gehören unter anderem eine Vorschule und eine Religionsschule.










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