Nach Attentat
Moslems bieten an, koptische Kirchen zu bewachen
"Wir wollen die Kopten vor der Bedrohung durch Al-Kaida schützen", erklärten die drei größten niederländischen Moslem-Organisationen laut einem Bericht der deutschen Website "Spiegel Online" am Dienstag. Bereits jetzt werden die Gemeinden in Amsterdam, Eindhoven und Utrecht von der Polizei bewacht. Die Gemeinden waren auf einer Terroristen-Website als Anschlagsziele genannt worden.
In den Niederlanden leben etwa 6.000 koptische Christen, denen mehr als eine Millions Moslems gegenüberstehen. Ob die Christen das Bewachungs-Angebot annehmen werden, ist derzeit noch nicht bekannt. "Wir prüfen das ernsthaft", ließ der Pastor der koptischen Kirche von Amsterdam verlauten. Gleichzeitig riefen die Moslemverbände ihre Mitglieder dazu auf, Drohungen gegen Christen zu verurteilen: "Wir müssen das tun, denn Al-Kaida behauptet, im Namen des Islam zu handeln."
In Österreich, wo etwa 5.000 Kopten leben, werden die Kirchen der Glaubensgemeinschaft von der Polizei bewacht. In Wien stehen vier Gotteshäsuer, in den übrigen Bundesländern je eines. Auch in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden bewacht die Polizei die Kirchen.
Zahl der Todesopfer nach Anschlag auf 23 gestiegen
Unterdessen hat sich die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag auf die Kirche in Alexandria auf 23 erhöht: Am Dienstag starben zwei Christen, die das Blutbad zunächst überlebt hatten. Ein Attentäter hatte in der Silvesternacht vor dem Gotteshaus eine Bombe gezündet. Die ägyptische Polizei gab derweil bekannt, Körperteile des Selbstmord-Attentäters gefunden zu haben und nun auf eine Identifizierung des Mannes zu hoffen.
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