Nach US-Vorbild
Griechenland plant Bau von Grenzzaun zur Türkei
Die griechisch-türkische Grenze führt durch Flachland am Fluss Evros (türkisch: Meric) und dem Flussdelta entlang. Griechenland hatte vor zwei Monaten unter dem Druck der immer mehr zunehmenden Migrationswelle die Hilfe der EU-Grenzagentur Frontex angefordert. Seit November arbeiten dort zusammen mit den Griechen rund 200 Beamte der Frontex. Im Jahre 2010 kamen nach Angaben des Ministers "täglich rund 200 Flüchtlinge" aus der Türkei.
Alarmierende Lage am Grenzfluss Evros
Die EU-Kommission hält die Lage am Evros für alarmierend: Mehr als 80 Prozent der illegalen Einwanderer in die EU reisen inzwischen über Griechenland ein. Das Land ist nach Einschätzung der EU-Kommission mit dem Ansturm hoffnungslos überfordert. In den Städten betteln Tausende illegaler Migranten auf den Straßen. Hunderte versuchen, auf eine der Fähren nach Italien zu kommen.
Mittlerweile ist fast jeder zehnte in Griechenland lebende Mensch ein Ausländer von außerhalb der Europäischen Union. Rund 300.000 Menschen sind völlig illegal im Lande. Sie stammen überwiegend aus Afghanistan, dem Irak und nordafrikanischen Staaten.
Auffanglager restlos überfüllt
Die EU-Beamten helfen Griechenland, die Landgrenze zur Türkei zu kontrollieren und Flüchtlinge in die Auffanglager zu bringen. Unklar ist aber, wie es dann weitergehen soll. Die Aufnahmelager sind restlos überfüllt. Menschenrechtsorganisationen üben scharfe Kritik an der griechischen Asylpolitik und den Zuständen in griechischen Aufnahmelagern (siehe Infobox).







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.