Trost in einer leeren Kirche …
… habe ich immer gefunden. Mein ganzes Leben.
Versuchen Sie es auch einmal an diesen zwei Osterfeiertagen. Machen Sie es wie ich.
Luft schnappen, die Beine vertreten. Ist erlaubt.
Niemand kann Ihnen einen Vorwurf machen, Sie deswegen zur Verantwortung ziehen.
Genießen Sie das erste Grün, die ersten Blüten. Spazieren Sie ohne Hast, gemütlich, und grüßen Sie die wenigen Menschen, die Ihren Weg kreuzen.
Vergessen Sie nicht, das Handy auszuschalten.
Da - dort eine Kirche. Die Tür, das Tor ist offen. Sie bleiben davor stehen, überlegen: Hat doch keinen Sinn!
Oder: Warum eigentlich nicht?
Oder: Ach was, schaden kann’s auf keinen Fall.
Sie sind nicht gläubig? Egal. Sie betreten die Kirche trotzdem. Sie machen das Kreuzzeichen. Nein, Sie doch nicht. Aber Sie setzen sich.
Vorne der Altar, der Gekreuzigte. Nicht Ihrer?
Mag sein, aber die kirchliche Stille vom Kreuz herunter, die spüren Sie, die ist Ihre.
Sie umfängt Sie, hüllt Sie ein, beruhigt Sie, lässt Sie denken, nachdenken, hoffen.
Beten Sie, so Sie können. Aber beten ist sehr schwer. Die meisten können es nicht. Ich auch nicht.
Aber hingeben kann ich mich, hingeben der Leere einer Kirche.
Dieses Geheimnis auf mich wirken lassen.
Probieren Sie es.
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