Neue Berechnungen zeigen Handlungsbedarf bei der Impfstoffbeschaffung auf: Vakzine sind billiger als die Krankheitskosten.
Konkret bedeutet dies: „Die Impfkosten betragen über drei Jahre hinweg gerechnet etwa 332 Millionen Euro. Sie stehen einer Entlastung des Gesundheitssystems und der Gesellschaft von rund vier Milliarden Euro gegenüber“, wie Dr. Evelyn Walter, Geschäftsführerin des Instituts für Pharmaökonomische Forschung (IPF), bei einer Pressekonferenz darstellte.
Auch die Zahl der Personen in Quarantäne würde deutlich abnehmen: Heuer noch um etwa 70.000, 2023 um mehr als 300.000. Nicht weniger als 367.749 Covid-19-Fälle und 14.210 Todesfälle ließen sich bis 2023 verhindern!
Impfungen sind ein echter ,Gamechanger‘ im Gesundheitssystem. Das zeigt sich in der Corona-Krise deutlich.
Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger
Impfungen würden Gesundheitssystem entlasten
Die Entlastungen im Gesundheitssystem durch die Impfungen werden voraussichtlich schon heuer 234 Millionen Euro betragen, 2023 werden es sogar über 500 Millionen sein. Für die Gesamtgesellschaft bedeutet das 1,3 Milliarden Euro jährlich ab 2022.
Wie man auf diese Zahlen kommt? Im Zuge einer sogenannten Budget-Impact-Analyse wurde laut Walter sozusagen eine „Welt mit Impfung“ mit einer „Welt ohne Impfung“ verglichen. Die Berechnungen beziehen sich auf den Einsatz aller drei derzeit bei uns zugelassenen Corona-Impfstoffe - von Biontech/Pfizer, AstraZeneca, Moderna - und jenen von Johnson & Johnson, der bald verfügbar sein wird.
Es liegt eine angenommene Durchimpfungsrate von 70 Prozent bei Erwachsenen in Österreich bis Ende Oktober zugrunde. Ob dies zu schaffen ist, wird davon abhängen, ob ausreichend Impfdosen vorhanden sind bzw. nachkommen. Seitens der Sozialversicherungsträger heißt es, dass ab 10. April Versicherte aus Risikogruppen eine Aufforderung, vorgezogene Impftermine in Anspruch zu nehmen, per Post bekommen sollen.
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