22.12.2010 11:12 |

'Deutschland-Freund'

Guttenberg fordert Ronald-Reagan-Straße in Berlin

Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, eine Straße oder einen Platz in Berlin nach dem früheren US-Präsidenten und Berliner Ehrenbürger Ronald Reagan zu benennen. "Eine Straßenbenennung nach diesem großen Ehrenbürger wäre sehr zu begrüßen", sagte Guttenberg am Mittwoch. Anlass sei der 100. Geburtstag des 2004 verstorbenen Präsidenten am 6. Februar.

Politiker von CDU und FDP unterstützten die Forderung Guttenbergs und äußerten zugleich Unverständnis, dass der Berliner Senat keine Gedenkfeier für Reagan plane. Der Vorsitzende des Auswärtigen Bundestags-Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), erinnerte an Reagans historische Rede 1987 vor dem Brandenburger Tor (Bild).

"Ronald Reagan hat mit seiner Festigkeit in der Sache und Klarheit in der Sprache den Eisernen Vorhang in Europa zu Fall gebracht", sagte Polenz der "Bild"-Zeitung. Er persönlich glaube nicht, dass es ohne Reagan überhaupt zur Wiedervereinigung gekommen wäre. Für die Haltung des Berliner Senats habe er nicht das geringste Verständnis. Man sollte an diesen "großen Freund Deutschlands an sichtbarer Stelle dauerhaft erinnern".

"Großer und verlässlicher Freund Deutschlands"
Der Berliner FDP-Abgeordnete Martin Lindner sagte: "Deutschland und speziell Berlin haben Ronald Reagan sehr viel zu verdanken." Es wäre "geschichtsblind und anmaßend, diesen großen und verlässlichen Freund Deutschlands nicht angemessen zu würdigen". Das Mindeste wäre, ihm eine Straße oder einen Platz zu widmen. Bereits 2004 hatte Lindner vorgeschlagen, den Washington-Platz vor dem Hauptbahnhof nach Ronald Reagan zu benennen.

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder (CDU), nannte den Verzicht auf eine Gedenkfeier "beschämend" und forderte ebenfalls, eine Straße oder einen Platz in der Hauptstadt zu Ehren des früheren US-Präsidenten zu benennen.

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