Ob Schweinsstelze, Lungenbraten oder eine Rindsroulade - die Burgenländer lieben ihr Fleisch. Doch kleine Metzgereien haben es sehr schwer. Corona verschärft die Situation.
Sie sind eine wichtige Stütze der heimischen Nahversorgung – unsere Fleischhauer. Doch die Zahl der klassischen (Familien-)Betriebe geht seit Jahren zurück. „Vor zehn Jahren gab es noch 70. Ende 2020 waren es gerade einmal 50“, resümiert Landesinnungsmeister Thomas Hatwagner. Den Hauptgrund sieht er in der Konkurrenz durch Supermärkte und das geänderte Kaufverhalten der Menschen. Häufig greifen die Konsumenten zum Billigfleisch vom Diskonter, obwohl die Qualität nicht mit der des Fleischers im Ort mithalten kann.
Während der Corona-Krise habe sich die Situation noch verschärft, so Hatwagner: „Wir hatten durch das Schließen von Gastronomie und Hotels sowie der Schulen und Kindergärten mit Umsatzrückgängen von bis zu 60 Prozent zu kämpfen. Dazu kommt, dass viele Kunden ihren wöchentlichen Einkauf in der Krise generell nicht in verschiedenen Geschäften tätigen, sondern auf einen großen Anbieter konzentrieren.“ Die Branche versuche nun, mit verstärkter Werbung und Qualität gegenzusteuern.
Kronen Zeitung
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