Ex-Direktor klagt an

Wilde Debatte um Spitzel in Kabeg: Prozess gestartet

Kärnten
21.12.2010 11:55
Zwei Monate nach der Entlassung des medizinischen Direktors des Klinikums Klagenfurt, Matthias Angres (Bild), hat am Dienstag der brisante Arbeitsrechtsprozess am Landesgericht begonnen. "Es geht uns um die Wiederherstellung der Reputation und nicht um Geld", so Angres' Anwalt Gernot Murko. Am Dienstag wurden noch keine Zeugen einvernommen, nächster Prozesstermin ist am 27. Jänner. Dabei wird auch die Frage zu klären sein, ob Kabeg-Chefin Manegold in Sachen Spitzelaffäre vorab informiert war...

Angres war am 28. Oktober wenige Stunden nach einer Ärzte-Betriebsversammlung von Kabeg-Chefin Ines Manegold vor die Tür gesetzt worden. Als offizieller Grund wurde "massiver unüberbrückbarer Vertrauensbruch" angegeben.

Mitarbeiter eingeschleust
Nach wenigen Wochen wurde dann ruchbar, dass ein Mitarbeiter von Kabeg-Rechtsanwalt Robert Kugler in die nicht-öffentliche (!) Versammlung am 28. Oktober eingeschleust worden war, um dort ein Protokoll anzufertigen. Im Anschluss kam es zu der Vermutung, dass in dem Inhalt des Protokolls der Grund für die Entlassung von Angres liegen könnte.

Wusste Manegold vom Spitzel?
Kabeg-Chefin Manegold dementierte umgehend, von dem Spitzel gewusst oder den Auftrag dazu gegeben zu haben. Angres' Anwalt Gernot Murko will nun aber beweisen, "dass Frau Manegold durchaus informiert war." Der eingeschleuste Mitarbeiter des Kabeg-Anwalts ist in der nächsten Verhandlungsrunde als Zeuge geladen und soll sein Protokoll dem Gericht vorlegen. Neben Manegold sind auch Kabeg-Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Scheuch (FPK) und Zentralbetriebsrat Arnold Auer als Zeugen angesagt.

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