In Europa sind Rallyes im Lockdown kaum möglich. In Dubai läuft die Organisation jedoch problemlos. Ein Kärntner zog dort für die FIA die hochkarätige Wüstenrallye auf.
Seit 23 Jahren ist Willi Singer Sportkommissar für den Automobil-Dachverband FIA (Fédération Internationale de l“Automobile), war für die Rallye-EM zuständig und arbeitete bei der Formel 1. Zuletzt organisierte er in Dubai die Wüstenrallye.
„Vor dem Abflug musste ich einen international gültigen Corona-Test machen. Über Kairo ging’s dann nach Dubai. Beide Flieger waren voll, auch auf den Flughäfen war viel los.“ Am Airport Dubai wurde Singer erneut getestet, wurde für kurze Zeit auch in Quarantäne geschickt. Die verbrachte er in seinem Hotel. „Essen und Getränke kamen direkt vor die Zimmertür. Als das negative Ergebnis vorlag, gab es keine Probleme mehr.“
Für alle Rallye-Teilnehmer waren tägliche Covid-Tests vorgeschrieben. „In der heißen Wüste trugen wir Stoffmasken. Das Land ist einzigartig, die Rallye-Asse kämpften sich durch die Dünen.“ Die Scheichs haben sogar einen langen Rad-Parcours in die Wüste gebaut. „Auf den Straßen hat man jedoch nichts von Corona bemerkt“, erzählt der 68-Jährige. Dafür sei der 18 Milliarden Euro reiche Herrscher Muhammad Al Maktum, der auch das luxuriöse Burj-Al-Arab-Hotel gebaut hat, omnipräsent.
Eigentlich sollte Singer zur nächsten Rallye nach Saudi-Arabien weiter. Das verhinderten jedoch die Covid-Regeln. Er flog somit wieder heim nach Strau. „Es wird hoffentlich ein anderes Mal klappen.“
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