Türkis-Grün jubelt, SPÖ und Naturschützer wettern neuerlich! Dennoch gilt das Montag ins Parlament eingebrachte und so gut wie fixe Glyphosat-Teilverbot als Öko-Meilenstein. Denn es sieht einen EU-wasserdichten Bann für Privatanwender und sensible Flächen vor.
„Ein Verbot, das nur für Private gilt, ist wie ein Tempolimit im Straßenverkehr nur für Fußgänger. Denn 90 Prozent des Ackergifts gehen auf das Konto der Landwirtschaft“, zeigte sich Helmut Burtscher-Schaden von GLOBAL 2000 zynisch. Ähnlich kritisch äußert sich SPÖ-Vizeklubchef Jörg Leichtfried: „Die Agrarlobbys haben sich durchgesetzt.“
Restbestände dürfen bis 15. Dezember verkauft werden
Doch laut Bauernbundpräsident Georg Strasser habe die EU-Kommission in einer Stellungnahme unmissverständlich festgehalten, dass ein heimisches Totalverbot nicht mit EU-Recht vereinbar sei. Gerade deswegen sieht er den Teilbann als ersten Erfolg. Denn bereits ab Sommer ist in Österreich der Verkauf des Pestizids an private Anwender untersagt - Restbestände dürfen noch bis 15. Dezember ausgegeben werden.
„Damit wird Glyphosat noch vor dem Jahreswechsel endgültig aus den Regalen der Baumärkte verschwunden sein“, zeigt sich Olga Voglauer, die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, erfreut.
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