Was vor Corona als sehr schlechtes Benehmen galt, soll jetzt helfen, beliebte Gewohnheiten wiederzuerlangen - das heißt, „Nasenbohren“ als Eintrittskarte für Gastronomie und Sport.
Die Geduld von Gastwirten, Hoteliers und Geschäftsleuten wird auf eine harte Probe gestellt. Und damit auch unsere. An höchster Stelle wird zwar an einer Lösung gefeilt. Doch die Wartezeit ist noch lange nicht um (siehe Seiten 16/17 unserer heutigen Printausgabe). Mit einem Vorschlag prescht die Wirtschaftskammer im Burgenland vor: „Erwachsene sollen sich an den Schülern ein Beispiel nehmen.“ Derzeit unterzieht sich die Jugend jede Woche vor dem Unterrichtsbeginn dem Nasenbohrer-Test. Mit 1. März werden fünf dieser Tests kostenlos und regelmäßig jedem Bürger zur Verfügung gestellt, abzuholen in Apotheken. „Ein negatives Testergebnis, das 48 bis 60 Stunden gültig sein kann, soll die Eintrittskarte für Gastronomie, Hotels, Kultur und im Sportbereich sein“, fordert Helmut Tury, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft: „Diese Tests sind gratis, für jeden leicht zu bekommen und einfach zu bedienen.“ Die Trefferquote liegt in schweren Covid-19-Fällen bei 95 Prozent, in leichteren Fällen bei 70 Prozent, wie aktuelle Studien aufzeigen.
Dem Vorschlag stimmt Sport-Austria-Präsident Hans Niessl zu: „Wir testen viel, und es kostet viel, die Tests werden aber nicht verwendet. Getestete Schüler dürfen nicht trainieren.“ Das soll sich ändern. Tury: „Mit Nasenbohrer-Tests als Türöffner könnten wir uns wieder freier bewegen.“
Karl Grammer, Kronen Zeitung
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