Kürzere Ferien für schlechte Schüler! Wie berichtet, will Wiens Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr Kinder und Jugendliche mit Defiziten im Sommer in Pflicht-Nachhilfekurse schicken. Geht rechtlich nicht, sagt das Bildungsministerium. Wiederkehr legt nach: Wer an den Kursen teilnehme, bekomme eine „Belohnung“.
Das Modell Wiederkehrs wird immer konkreter. „Es wäre sinnvoll, dass die Sommerkurse des Ministeriums zu einem dreiwöchigen Kursangebot im Sommer ausgebaut werden, wo jene Schüler, die in der Pandemie Schwierigkeiten hatten, den Lernstoff zu verinnerlichen, diesen Stoff nachholen können“, sagt der Neos-Bildungsstadtrat.
„Als Belohnung für die Teilnahme an diesen Kursen bekommen Betreffende mit einem Nicht genügend die Möglichkeit, in die nächste Schulstufe aufsteigen! Diese Vorgehensweise wäre rechtlich machbar und würde die Sommerkurse aufwerten“, so Wiederkehr weiter. Schon demnächst soll es ein Gespräch zwischen dem Stadtrat und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) geben, wo Überzeugungsarbeit geleistet werden soll.
Das Argument „Geht rechtlich nicht“ will Wiederkehr nicht stehen lassen. Der Stadtrat und Vizebürgermeister: „In Zeiten, in denen Grund- und Freiheitsrechte des Einzelnen quasi über Nacht drastisch eingeschränkt werden, muss es auch möglich sein, etwas Konkretes und Sinnvolles für die Zukunft unserer Kinder zu machen!“
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