Piksen statt tanzen
Sambodrom in Rio wird Impfstraße für Ältere
Das Sambodrom in Rio de Janeiro, in dem im Karneval die berühmten Umzüge der Sambaschulen für Trubel sorgen, hat sich in der Corona-Pandemie in ein Drive-thru-Impfzentrum für Ältere verwandelt. Senioren, die ihren Impftermin verpasst haben, können sich von diesem Wochenende an samstags im Sambodrom gegen das Coronavirus impfen lassen, ohne aus dem Auto auszusteigen, wie das brasilianische Nachrichtenportal „G1“ berichtete.
Am Samstag waren die über 90-Jährigen an der Reihe, bis Ende März hofft die Stadtverwaltung Rios, alle über 60-Jährigen geimpft zu haben. Auch der Olympiapark im Stadtteil Barra da Tijuca etwa ist zu einem Impf-Drive-thru geworden. Der berühmte Karneval von Rio, der zunächst auf Juli verschoben worden war, wurde im Jänner für dieses Jahr komplett abgesagt.
Brasilien bei Corona-Infektionen auf Platz 3
Brasilien ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder und hat erst kürzlich mit Impfungen begonnen. Bisher haben sich im größten Land Lateinamerikas fast 9,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. Zudem sind mehr als 230.000 Patienten in Brasilien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.
Meiste Corona-Tote in Rio
Rio de Janeiro (17.535) überholte am Donnerstag „G1“ zufolge Sao Paulo (17.491) als Stadt mit den meisten Corona-Toten des Landes, wobei Sao Paulo mit mehr als zwölf Millionen fast doppelt so viele Einwohner wie Rio mit rund sieben Millionen Einwohnern hat.
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