Beim Pfizer-Serum sollte die Impfung in drei Wochen wiederholt werden, um die volle Immunisierung zu erreichen. Für 4000 Wiener geht sich das nicht aus, weil der Hersteller nicht zeitgerecht lieferen kann.
„20 Einrichtungen in Wien sind von der Verzögerung betroffen“, sagt ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Hauptsächlich Senioren- und Pflegeheime sowie Sanatorien wie das Liebhartstal.
4000 betagte Bewohner und Angestellte, Menschen aus Hochrisikogruppen, die Mitte Jänner die erste Vakzin-Spritze in den Arm bekommen haben, müssen jetzt um „bis zu eine Woche“ länger warten, heißt es. Am 10. Februar wird eine neue Lieferung erwartet. Für die allermeisten der 4000 Wartenden wäre es die zweite Injektion und damit die Vollimmunisierung. Einige wenige haben sich für den Erststich nachgemeldet. Was bedeutet das für die Betroffenen? Die aktuelle Verzögerung sei nicht so schlimm, meint der Hacker-Sprecher. „Das vermindert die Wirksamkeit des Impfstoffes nicht.“
Apropos Impfen: Nach dem AKH, wo Manager ohne Patientenkontakt vor dem medizinischen Personal immunisiert worden sind, ist ein ganz ähnlicher Fall aus Margareten bekannt geworden. Der Geschäftsführer und andere „Schreibtischtäter“ des Franziskusspitals erhielten flugs das Vakzin. Pfleger & Co. mussten sich hinten anstellen. Das Ordenskrankenhaus rechtfertigt sich damit, dass auch die Führungskräfte mit vielen Menschen zusammentreffen und vor Ort arbeiten würden.
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