05.02.2021 11:38 |

Milliardenklage

Fox News soll nun für Trumps Wahl-Lügen zahlen

Dass es der ehemalige US-Präsident Donald Trump während seiner Amtszeit mit der Wahrheit nicht so genau nahm, ist eine bewiesene Tatsache. Nun könnte das ausgerechnet Trumps einstigen Lieblings-TV-Sender Fox News teuer zu stehen kommen: Ein Wahlmaschinen-Hersteller reichte Klage wegen Verleumdung ein, da das Medienunternehmen über angebliche Manipulation der Präsidentenwahl berichtet hatte. Smartmatic verklage auch drei Moderatoren sowie frühere Anwälte Trumps - es geht um einen Streitwert von 2,7 Millionen Dollar.

Der konservative TV-Sender berichtete lange Zeit sehr gefällig über den Ex-Präsidenten - doch im November zog sich Fox News mit seiner Wahlberichterstattung schließlich den Unmut Trumps zu. Dieser soll den Medien-Mogul Rupert Murdoch durchs Telefon angeschrien haben.  Ebenfalls nicht einverstanden mit der Berichterstattung des Medienunternehmens zeigte sich Smartmatic: Die Firma produziert Wahlmaschinen und will nicht auf sich sitzen lassen, dass ihnen Beteiligung an mutmaßlichen Wahlbetrug, für den es nie Beweise gab, vorgeworfen wurde.

„Die Erde ist rund, zwei plus zwei ergibt vier und Joe Biden und Kamala Harris haben die US-Präsidentschaftswahl gewonnen“, hieß es in dem Dokument. „Die Wahl war nicht gestohlen, manipuliert oder vorab festgelegt.“ Das seien die Fakten. Die Beschuldigten hätten „diese Fakten immer gekannt“, hieß es in dem 285-seitigen Papier.

Der Sender widersprach: „Fox News Media ist bestrebt, den vollen Kontext jeder Geschichte mit ausführlicher Berichterstattung und klarer Meinung zu liefern. Wir sind stolz auf unsere Wahlberichterstattung und werden diese energisch verteidigen“, hieß es in einer Stellungnahme.

Weiteres Unternehmen ging gegen falsche Behauptungen vor
Ende Jänner hatte der Wahlmaschinen-Hersteller Dominion bereits Trumps Ex-Anwalt Rudy Giuliani auf 1,3 Milliarden Dollar verklagt. Giuliani hatte den Feldzug des ehemaligen US-Präsidenten Trump gegen den Ausgang der Präsidentschaftswahl vom 3. November auf juristischer Ebene angeführt. Über Wochen behauptete der frühere New Yorker Bürgermeister, Trump habe die Wahl gegen den Demokraten Biden nur durch massiven Wahlbetrug verloren.

Trump hatte sich wochenlang mit allen Mitteln gegen seine Abwahl gestemmt. Die Kampagne gipfelte in der Erstürmung des Kapitols durch radikale Trump-Anhänger am 6. Jänner. Trump hatte die Menge zuvor mit einer aufpeitschenden Rede zum Marsch auf das Kapitol aufgerufen, wo Bidens Wahlsieg endgültig bestätigt werden sollte. Gegen Trump wurde in der Folge ein Amtsenthebungsverfahren wegen Anstiftung zum Aufruhr eingeleitet.

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