Zulassung des Vakzins von AstraZeneca soll auch Impfungen im Burgenland schneller voranbringen. Noch wird allerdings auf Entscheidungen des Bundes gewartet.
Es ist ein wenig eine Achterbahnfahrt, welche das Land derzeit erlebt, wenn es um das Thema Impfen geht. Rein organisatorisch könnte man ja die Bevölkerung ruckzuck durchimpfen. Die Test- und Impfstraßen (BITZ) sind schon aufgebaut, der Impfplan steht bereits. Zuletzt sorgte aber die Ankündigung des Bundes, um 20 Prozent weniger Impfstoff im ersten Quartal liefern zu können, für einen deutlichen Dämpfer. Dank vorsichtiger Planung wird es dennoch möglich sein, dass jeder, der die erste Teilimpfung erhält, auch den zweiten Stich bekommen wird.
Mit der EU-Zulassung für AstraZeneca gibt es jetzt wieder einen Lichtblick. Statt, wie bisher angenommen, nur 22.000 Impfdosen dürfte das Burgenland dadurch in Summe mehr als 33.400 Dosen erhalten. Viele könnten also schneller zum Piks kommen.
Davor braucht es aber noch die Empfehlung des Nationalen Impfgremiums. Außerdem müssen weitere Entscheidungen des Bundes abgewartet werden. „Die Zusammenarbeit mit dem Bund gestaltet sich als äußerst schwierig. Einen geordneten Informationsfluss gibt es kaum, was die Planung zu einem Kraftakt macht“, erklärt Gesundheitslandesrat Leonhard Schneemann.
Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht. 6100 Menschen erhielten bisher einen Stich, die ersten schon die zweite Teilimpfung. Mit über 78.000 Vormerkungen gibt es eine große Bereitschaft zum Piks. „Die Impfung ist derzeit der wichtigste Faktor für den Weg aus der Pandemie“, so Schneemann.
Ch. Miehl, Kronen Zeitung
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