27.01.2021 20:45 |

Positiv, aber shoppen

Quarantäne-Querulantin muss 10.800 € Strafe zahlen

Teure Corona-Ignoranz: Schon im vergangenen Frühjahr hatte eine Frau in Tirol für Schlagzeilen gesorgt, weil sie vorsätzlich gegen die geltenden Quarantäne-Bestimmungen verstoßen und damit Menschenleben gefährdet hatte. Die gebürtige Deutsche war damals - wie berichtet - trotz positivem Corona-Bescheid unter anderem mit dem Taxi zum Einkaufen gefahren. Jetzt muss die Querulantin die satte Strafe in der Höhe von 10.800 Euro bezahlen, denn das Oberlandesgericht bestätigte das erstinstanzliche Urteil.

Im April des Vorjahres hatte die 54 Jahre alte Frau aus Deutschland nach positiver Corona-Testung von der Bezirkshauptmannschaft einen Absonderungsbescheid erhalten. Doch sie ließ sich davon nicht beirren und verließ trotzdem mehrmals ihre Wohnung, um sich mit dem Taxi in einen Supermarkt fahren zu lassen. Laut eigener Aussage waren ihr die Mindestbestellsummen in den Online-Shops der Supermärkte zu hoch.

Damit nicht genug, hatte die Frau durch die Benutzung des Lifts in ihrem Wohnhaus zur Entsorgung des Mülls zudem Mitbewohner ihres Mehrparteienhauses gefährdet, so der weitere Vorwurf. Bis zum ersten Prozesstermin verließ die Frühpensionistin immer wieder ihre eigenen vier Wände - obwohl sie verwarnt worden war.

„Sie haben sich einen Dreck geschert“
„Sie haben sich einen Dreck geschert, ob Sie Leute anstecken, Sie waren so dreist, dass man Sie sogar verhaften musste!“: Mit diesen Worten hatte der zuständige Staatsanwalt beim Prozess eine hohe Strafe für die Frau gefordert, auch zur Abschreckung anderer Quarantäne-Querulanten. Das Urteil ist nun rechtskräftig und die Frühpensionistin muss 10.800 Euro bezahlen.

Trotz eines positiven Corona-Tests hatte es sich - wie berichtet - auch ein 26-jähriger Tiroler im November nicht nehmen lassen, sich unter Menschen zu mischen. Erst besuchte der Mitarbeiter einer Unterländer Gemeinde - sogar ohne Mund-Nasen-Schutz - den Friedhof, dann machte er noch einen Abstecher zum Bauhof. Nun wurde der Mann - noch nicht rechtskräftig - zu einer Geldstrafe von 4080 Euro verurteilt.

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