26.01.2021 16:41 |

Grenzschließungen

98 Fälle von mutierten Virusvarianten in Schweden

Die zunächst in England aufgetretene mutierte Variante des Coronavirus ist in Schweden mittlerweile fast 100 Mal nachgewiesen worden. Bisher seien 95 Fälle der britischen Variante registriert worden, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Dienstag. Von der aus Südafrika stammenden Virus-Variante gebe es bisher drei Fälle in Schweden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese mutmaßlich schneller übertragbaren Mutanten häufiger auftreten werden, sei hoch. Insgesamt sei die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Land deutlich niedriger als zu den schlimmsten Zeiten, sagte Tegnell.

Schweden schließt Grenzen für Einreisende aus Großbritannien
Aus Sorge vor der britischen Virus-Variante hat Schweden die Grenzen für Einreisende aus Großbritannien und auch aus seinen Nachbarländern Dänemark und Norwegen vorübergehend bis zum 14. Februar geschlossen. Die zuerst in England entdeckte Variante gilt als schneller übertragbar. Unabhängig davon verlängerte die schwedische Regierung am Dienstag die Maßnahme, dass sie von nicht-notwendigen Reisen außerhalb des EU-, Schengen- und Europäischen Wirtschaftsraums abrät. Diese Maßnahme gilt nun bis zum 15. April und damit auch über Ostern.

Kritik an Schwedens Sonderweg
Schweden ist in der Corona-Krise zunächst einen Sonderweg mit vergleichsweise lockeren Maßnahmen gegangen. Aufgrund stark angestiegener Infektionszahlen machte die Regierung Ende 2020 den Weg für Lockdown-Maßnahmen frei. Scharfe Kritik an den lockeren Bestimmungen kam auch von König Carl XVI. Gustav: „Ich denke, wir sind gescheitert“, erklärte der schwedische Monarch. Das skandinavische EU-Land hat bisher rund 556.000 Corona-Infektionen sowie knapp 11.250 damit in Verbindung stehende Todesfälle registriert. 

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